Asylverfahren versagt

Betr. «Ein Leben ohne Papiere» Ausgabe vom 14. Juli 2016

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LESERBRIEF

Was betroffen machen müsste, ist eigentlich die Tatsache, dass eine vierköpfige Familie fünf Jahre nach der illegalen Einreise aus einem sicheren Land und aus zugegebenermassen wirtschaftlichen Gründen immer noch «papierlos» hier ist. Klarer kann man das Versagen unseres Asylverfahrens nicht mehr demonstrieren. Dazu findet sich allerdings keine Andeutung in diesem aufs Emotionale ausgerichteten Artikel.

Empfehlenswert wäre die Lektüre des gerade erschienenen Länderberichtes Mongolei der Konrad-Adenauer-Stiftung, (www.kas.de/mongolei), betitelt mit «Licht und Schatten» und sehr ausgewogen. Menschen, wie die von «Rheintaler» und «Rheintalischer Volkszeitung» porträtierte Familie Enkhbat, sollten auch unter dem Aspekt ihrer Verantwortung für ihr eigenes Land beurteilt werden. Ein «normales» Leben ist unbestrittenermassen auch in Ulaanbaatar möglich.

Martin Brühwiler

Gässeli 22, Marbach