«Arena» unter dem Hammer

Nach dem Konkurs der Arena Marketing AG steht das Areal in Buriet zum Verkauf – der Meistbietende erhält den Zuschlag. Auch die Gemeinde Thal bietet mit. Laut Gemeindepräsident Robert Raths fällt der Entscheid Mitte Dezember.

Lea Müller
Drucken
Teilen
Auf dem 43 000 Quadratmeter grossen Arena-Areal will der Thaler Gemeinderat Gewerbe- und Industriebetriebe ansiedeln. (Bild: Lea Müller)

Auf dem 43 000 Quadratmeter grossen Arena-Areal will der Thaler Gemeinderat Gewerbe- und Industriebetriebe ansiedeln. (Bild: Lea Müller)

THAL. Auf dem Areal, wo einst Partygänger in der Grossdiskothek Arena feierten, sollen bald lokale Gewerbe- und Industriebetriebe angesiedelt werden. Dies zumindest schwebt dem Thaler Gemeinderat vor. Er möchte das «Arena»-Areal kaufen und hat dem zuständigen Aargauer Konkursamt ein Angebot unterbreitet. Wie Gemeindepräsident Robert Raths an der Infoveranstaltung am vergangenen Donnerstagabend mitteilte, soll Mitte Dezember bekanntwerden, ob die Gemeinde den Zuschlag erhält.

Bereits erste Interessenten

Das «Arena»-Areal liegt schon seit längerer Zeit brach. Vor einem Jahr machte die Arena Marketing AG mit Sitz in Oftringen Konkurs. Das 43 641 Quadratmeter grosse Areal, zu dem auch das Restaurant Rank gehört, steht nun zum Verkauf. Der Schätzwert der Liegenschaft liegt laut Konkursverwalter René Vis etwa bei 8,2 Millionen Franken. Wie viel die Gemeinde Thal geboten hat, verrät Robert Raths nicht. Ein Kaufpreis über acht Millionen würde aber die Kreditkompetenz des Gemeinderates übersteigen. Somit haben die Stimmbürger das letzte Wort. Eine allfällige Abstimmung soll bereits im kommenden Februar oder März stattfinden. Das «Arena»-Areal sei eines der grössten Industriegebiete im Kanton und strategisch wichtig für Thal, sagt der Gemeindepräsident. Ziel sei es, das Areal zu kaufen, zu parzellieren und wieder zu verkaufen. In erster Linie solle das lokale Gewerbe berücksichtigt werden. «Wir haben bereits erste Interessenten», so Raths.

«Pulverfass» im Dorf

Ein weiteres Thema der Informationsveranstaltung war die Sanierung des Dorfbachs in Thal. «Der Bach ist ein Pulverfass», sagte Robert Raths. Um das Dorf vor Hochwasser zu schützen, sei eine Sanierung des Abschnitts von der Brücke Farbmülistrasse bis zur Einmündung Gstaldenbach nötig. Die Kosten belaufen sich auf etwa 6,3 Millionen Franken. Für die betroffenen Anstösser wurde ein Perimeterplan erstellt. «Ich bin zuversichtlich, dass wir 2014 mit der Sanierung beginnen können», sagte Robert Raths.

Das grösste Projekt in Buechen dürfte in den nächsten Jahren die Neugestaltung der Sportanlagen Bützel sein. In insgesamt drei Etappen sollen unter anderem ein Allwetterplatz und ein Bühnenanbau entstehen. Die Finnenbahn soll verlängert und verlegt und der Bützelbach renaturiert werden. Später soll auch ein Restaurant hinzukommen. Ziel des Gemeinderates ist es, dass die Bürger im nächsten Juni über einen Kredit für die erste Sanierungsetappe entscheiden können. Er rechnet dafür mit Kosten unter vier Millionen Franken. «Es ist ein Projekt für alle Vereine», sagt Robert Raths. «An ihnen liegt es jetzt auch, dafür zu lobbyieren.»

Tiefgarage und Hotel

In Staad ist dem Gemeinderat besonders der Verkehr ein Dorn im Auge. Ein grosses Projekt ist laut Robert Raths die Aufhebung der Bahnübergänge Buechen- und Thalerstrasse inklusive Y-Einmündung in die Hauptstrasse – zugunsten einer Unterführung und eines Kreisels. Damit soll der Rückstau bis auf die Hauptstrasse verhindert werden. Der Gemeinderat hat ein Gesuch für das Bauvorhaben beim Kanton eingereicht. Er hofft, dass es ins Strassenbauprogramm 2014 bis 2018 aufgenommen wird.

Auch fehlende Parkplätze sind in Staad ein Problem. Für Robert Raths wäre eine Tiefgarage die Lösung dafür. Wie er an der Informationsveranstaltung verriet, hat er mit verschiedenen Grundstückbesitzern an der Hauptstrasse erste Gespräche geführt.

Neue Ideen hat der Gemeindepräsident auch für das Dorf Altenrhein. Auf der Föhnpiste könnte er sich den Bau eines Hotels vorstellen. «Wir haben in der Gemeinde einen ausgewiesenen Bedarf an Hotelbetten», sagte er. Das Projekt sei aber noch nicht in konkreter Planung.

Die Teilnehmenden der Informationsveranstaltung reagierten positiv auf Raths Ausführungen. Augenzwinkernd fragte aber ein Bürger, bis wann er all diese neuen Projekte denn realisieren wolle. Die Antwort: «In den nächsten acht bis zehn Jahren. Und immer mit dem Ziel, den Steuerfuss nicht zu erhöhen.» Ihm sei es wichtig, sich mit der Bürgerschaft auszutauschen, betonte der Gemeindepräsident. Den Begegnungstag, der für diesen Herbst geplant war, möchte er deshalb unbedingt durchführen – voraussichtlich aber erst im nächsten Frühling.

Aktuelle Nachrichten