Architekt Carlos Martinez ausgezeichnet

BERNECK. Das Projekt «Kurhaus Oberwaid» des Rheintaler Architekten Carlos Martinez wurde in der Kategorie Gewerbe- und Industriebauten mit dem Award «best architects 14» ausgezeichnet. Der Preis gilt in der Branche als Gütesiegel.

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Der Neubau «Kurhaus Oberwaid» lehnt sich an das Tau-Kreuz des Franziskus von Assisi an. (Bilder: pd)

Der Neubau «Kurhaus Oberwaid» lehnt sich an das Tau-Kreuz des Franziskus von Assisi an. (Bilder: pd)

Der «best architects»-Award wurde ins Leben gerufen, um das Beste und Interessanteste, was die Architekturszene aus dem deutschsprachigen Raum zu bieten hat, herauszufiltern und einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Zu diesem Anlass werden jährlich alle Architekten, die Projekte auf höchstem Qualitätsniveau realisiert haben, aufgefordert, ihre Projekte zum Wettbewerb einzureichen.

Jury spricht Deutsch

Eine unabhängige Jury – bestehend aus den Architekten Johannes Käferstein aus Zürich, Ansgar Schulz aus Leipzig und Johann Traupmann aus Wien – vergibt den Preis in den sechs Kategorien «Wohnungsbau», «Büro- und Verwaltungsbauten», «Gewerbe- und Industriebauten», «öffentliche Bauten», «sonstige Bauten» und «Innenausbau». Das Team der Carlos Martinez Architekten AG mit Sitz in Berneck und Rorschach sicherte sich die Auszeichnung mit dem kürzlich fertiggestellten Kurhaus Oberwaid an der Rorschacherstrasse in St. Gallen, wo die Rheintaler für die architektonische Umsetzung des Baukörpers verantwortlich waren.

Anlehnung an die Geschichte

Für Carlos Martinez, der sich in der Branche unter anderem einen Namen mit der Realisation der roten «Stadtlounge» in St. Gallen machte, ist die Auszeichnung eine «grosse Ehre und eine Wertschätzung für unsere architektonische Arbeit». Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich die Grundidee des Neubaus ganz gezielt auf geschichtliche Begebenheiten abstützt. Die Form des Gebäudes – angelehnt an das Tau-Kreuz des Franziskus von Assisi, dessen Orden die Baldegg-Schwestern angehörten – ist einerseits aus dem Bedürfnis nach viel Tageslicht und andererseits als Reminiszenz an die Pflegetradition der Schwestern entstanden. Sie führten das Kurhaus bis zum Jahre 2007. Ein Aspekt der Vergangenheit, der sich nun in der Gegenwart wiederfindet.

Das Architekturbüro von Carlos Martinez hat dieses Jahr noch einen weiteren Grund zu feiern. Es kann heuer auf eine 20-jährige Geschichte zurückblicken. Martinez eröffnete sein Atelier 1993 in Diepoldsau – damals noch zusammen mit einem Partner. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen über 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Büro- und Wohngebäude mit dem futuristisch klingenden Namen «Generator» in Berneck. Ein Zweitbüro mit fünf Mitarbeitenden unter der Führung von Ronnie Ambauen befindet sich in Rorschach. (pd)

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