Arbeitseinsatz der Toldo-Gruppe-Lernenden

SEVELEN. Die diesjährigen «zukunft.toldo»-Projekttage vom 20. bis 22. Juni führten die Lernenden der Toldo-Gruppe ins 1244 gegründete Kloster Magdenau. Es galt, die in die Jahre gekommene Kloster-Grundstückumzäunung, den sogenannten «Klausurhag», rückzubauen und fachgerecht zu entsorgen.

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SEVELEN. Die diesjährigen «zukunft.toldo»-Projekttage vom 20. bis 22. Juni führten die Lernenden der Toldo-Gruppe ins 1244 gegründete Kloster Magdenau. Es galt, die in die Jahre gekommene Kloster-Grundstückumzäunung, den sogenannten «Klausurhag», rückzubauen und fachgerecht zu entsorgen. Aber wie immer, stand nicht nur Arbeit auf dem Programm. Bei einem gemütlichen Grillfest und einer Wanderung im Alpsteingebiet konnten auch die persönlichen Kontakte zwischen den 14 Lernenden der drei Toldo-Standorte Landquart, Sevelen und Wil gepflegt und vertieft werden.

Dieses Jahr war der Toldo-Standort Wil, mit Geschäftsführer Daniel Schmid und dem kaufm. Leiter Patrick Obrist, für die Organisation der Projekttage verantwortlich. Dank gut nachbarschaftlichen Beziehungen eines Wiler Bauführers und dem Verantwortlichen der Klosterschreinerei, Thomas Bohler, stellte sich das auf 750 m ü. M. gelegene Kloster Magdenau schon bald als geeignetes Objekt für den Team-Bildungsanlass heraus.

Für die Toldo-Lernenden waren die Projekttage ein Schritt in die Vergangenheit. Die 772 Jahre alte Zisterzienserinnen-Abtei, in der immer noch zwölf Ordensschwestern unter der Leitung einer Äbtissin leben, bot den Jugendlichen für einmal einen sehr ruhigen und abgeschiedenen Rahmen in der heute so hektischen Zeit. Sie konnten sehen und spüren, wie einfach und demütig früher das Leben in einem Kloster war, aber auch den Wandel wahrnehmen, welcher das Kloster gemacht hat, um sich der modernen Zeit anzupassen.

Unter der Leitung von Thomas Bohler und Gottfried Jud wurde an den ersten beiden Tagen der etwa 3 km lange Klausurhag, der das Kloster-Grundstück umgibt, rückgebaut. Der Zaun wurde etwa im Jahre 1920 aus Lärchenholz gefertigt und war in den letzten Jahren baufällig und unansehnlich geworden. Zwei Zweier-Teams mit Motorsägen waren für das Zerschneiden des Hags zuständig, die anderen Lernenden transportierten die Einzelteile zum wartenden Traktor mit Anhänger. Sobald eine Fuhre für den Abtransport bereit war, ging's zum definierten Entsorgungsplatz, wo dann das Altholz verbrannt wurde. Ein weiteres Zweier-Team war für die Verlegung des Telefonkabels vom Kloster in die eigene Sägerei verantwortlich. Ab der Klostermauer musste das bis anhin oberirdisch über den Klausurhag geführte Kabel nun neu unterirdisch in einem Leitungsrohr zu dem zum Kloster gehörenden Forstbetrieb geführt werden. Mit Hilfe eines Kleinbaggers schafften die beiden Lernenden auch diese Aufgabe bis am Dienstagabend mit Bravour. (pd)