Arbeit, Spass, Arbeit, Spass, Arbeit

ALTSTÄTTEN. Am Donnerstag war der STV Lüchingen «fast an den Anschlag gekommen». Erschöpft fielen die Turnerinnen und Turner ins Bett, die an der Staablueme im Einsatz waren. Den Staablueme-Organisatoren erging es nicht anders.

Gert Bruderer
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Zurück bleiben schöne Erinnerungen, zum Beispiel an die besonders lange beklatschte Ballett-Aufführung vom Samstagnachmittag. (Bild: Gert Bruderer)

Zurück bleiben schöne Erinnerungen, zum Beispiel an die besonders lange beklatschte Ballett-Aufführung vom Samstagnachmittag. (Bild: Gert Bruderer)

Aber: «Es war eine Superwoche, eine coole Sache», sagt STV-Präsident Thomas Steiger, dessen Verein zum zweiten Mal die Festwirtschaft für den Verein Staablueme betrieb. Dem Technik- und Programmchef Guido Poznicek stand das Glück am Samstag ins Gesicht geschrieben. Für ihn, den Oberstufenlehrer, war der Mittwoch der härteste Tag: Nach über 30 Einsatzstunden an Altstättens Kulturwoche, immer bis tief in die Nacht hinein, waren drei Lektionen Werkunterricht zu erteilen.

Nachts um zwei zum Gemüse

Ähnlich streng hatte es Gregor Segmüller, STV-Mitglied und Gemüseproduzent. Mehreren Festwirtschaft-Einsätzen zum Trotz fing täglich um halb sechs für ihn die Arbeit an, am Donnerstag sogar um zwei Uhr nachts. Er sagt: «Jetzt ist für uns die intensivste Zeit.» Aber nicht nur Segmüller, alle 80 STV-Mitglieder waren gefordert. Für die Festwirtschaft war jeder dreimal oder viermal eingeteilt.

Programm- und Technik-Chef Guido Poznicek: Müde und glücklich.

Programm- und Technik-Chef Guido Poznicek: Müde und glücklich.

Rekord dank Traumwetter

Staablueme-Organisatoren, STV-Mitglieder und Publikum sind sich einig: Der Einsatz hat sich gelohnt. Die Staablueme verlief reibungslos, die 50 Auftritte brachten viele schöne Überraschungen, zumal auch viele Rheintalerinnen und Rheintaler einen starken Eindruck hinterliessen. Geradezu eine Meisterleistung erbrachten Tontechniker Johannes Eberhard und der fürs Licht zuständige Gabriel Collet. Das überwiegend wunderbare Wetter hat täglich ein paar Hundert Zuschauer ins Städtli gebracht und einen Rekord ermöglicht: Nie zuvor waren so viele Menschen an einem Staablueme-Abend wie am Donnerstag – über tausend!

Schon vor dem letzten Staablueme-Tag wusste Thomas Steiger: «Die Festwirtschaft lief super, der Umsatz übersteigt denjenigen des letzten Mals.» Der Turnverein ist aber nicht nur in finanzieller Hinsicht zufrieden. «Die Staablueme macht Spass, wir kommen ins Gespräch mit vielen Leuten, tun etwas für die Allgemeinheit und werben somit auch für uns.»

Zügig alles abgebaut

Als die Veranstaltung nach acht Tagen zu Ende war, ging die Arbeit weiter. Die Staablüemler hatten abzubauen. Was ohne besonderen Lärm weggeschafft werden konnte, räumten unermüdliche Hände noch in der Nacht weg. Bis Sonntagmittag war die Bühne abgebrochen und Altstättens Marktgasse bereit für die Augustmarkt-Stände (heute Montag, 17. August, ist in Altstätten Kilbi mit dem «Augschtamaart»). In der Erinnerung turnt weiterhin Corinne Cueni an herabhängenden roten Tüchern hoch über der Bühne, ertönt eine Piaf-Melodie aus dem Mund Irene Garbinis, erzeugen die Stossbergmusikanten in strömenden Regen hinein fröhliche Stimmung mit passenden Melodien und lassen Magier uns zweifeln, ob ihre Zauberei tatsächlich nur aus Tricks besteht.

«Noch liebenswerter»

Die Staablueme war fast zu Ende, als ein E-Mail der Altstätterin Andrea Wild auf der Redaktion eintraf. Die Englischlehrerin schreibt: «Liebe Staablueme, vielen Dank dafür, dass du mit deinem kunterbunten Strauss an Kultur unser Städtli noch lebens- und liebenswerter machst.»

Die Redaktion schliesst sich dem gerne an.