Appenzeller schrieb Globi-Text

Globi ist 80 Jahre alt. Im Banne der berühmtesten Schweizer Comicfigur stand auch Dichter Jakob Hartmann, der einst den Text «Globi im Appenzellerland» verfasste.

Peter Eggenberger
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Jakob Hartmann alias «Chemifeger Bodemaa» verfasste einen Globi-Text. (Bild: zVg)

Jakob Hartmann alias «Chemifeger Bodemaa» verfasste einen Globi-Text. (Bild: zVg)

HEIDEN. Jakob Hartmann alias «Chemifeger Bodemaa» liess sich 1943 vom damals noch jungen Globi inspirieren und stellte vorerst einmal klar, dass dieser ein waschechter Appenzeller sei. Seine Begründung leuchtet ein, erklärte er doch, dass sich der Name Globi nicht vom Warenhaus Globus, sondern ganz klar von der im Appenzellerland viel gebrauchten Redewendung «seb globi» (das glaube ich) ableite.

Er war Schillerpreis-Träger

Jakob Hartmann (1876 bis 1956) wohnte unter anderem in Wienacht, Oberegg, Heiden und Reute. Hauptberuflich als Kaminfeger tätig, begann er bereits in jungen Jahren Dialektgeschichten und volkstümliche Theaterstücke zu schreiben. 1938 wurde er für sein literarisches Schaffen von der Schweizerischen Schillerstiftung ausgezeichnet. Dann wurde es stiller um den Schriftsteller. Mit seinem 1943 verfassten Text über Globi versuchte er sich in Erinnerung zu rufen.

Globi in Heiden

Mit vierzeiligen Versen liess Hartmann Globi von Zürich via St. Gallen und Rorschach nach Heiden reisen: «…und der Konduktör der Bahn ruft so laut er rufen kann: <Rorschach Bahnhof! Nach Heiden steige um, hochgeehrtes Publikum!> Mit der roten Zahnradbahn geht es nun den Berg hinan, und eine Aussicht wunderbar bietet sich dem Globi dar. In Heiden traut er den Augen kaum, denn auf dem ganzen Bahnhofsraum waren versammelt Mann und Frau wegen dieser selt'nen Schau…» Hartmann liess Globi in zahlreichen Versen schöne Tage im Appenzellerland verbringen.

Ob er seinen Text je eingereicht hat, ist allerdings ungewiss. Ein Buch mit dem Titel «Globi im Appenzellerland» ist jedenfalls nie erschienen.

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