Anteilscheine sind gefragt

ALTSTÄTTEN. Die Clientis Biene Bank im Rheintal ist erfolgreich unterwegs. Sie hat im ersten Halbjahr das Kundengeschäft erneut ausgebaut und den Gesamterfolg gesteigert.

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Der Umbau der Geschäftsleitung ist nun abgeschlossen. (Bild: pd)

Der Umbau der Geschäftsleitung ist nun abgeschlossen. (Bild: pd)

Im Rahmen der Kapitalerhöhung wurde das Kontingent der neuen Anteilscheine deutlich überzeichnet. Der Paukenschlag des neuen Bankenjahres erfolgte gleich zu Jahresbeginn. Die Schweizerische Nationalbank sorgte mit der Aufhebung des EUR/CHF-Mindestkurses am 15. Januar für viel Diskussionsstoff, mit hoher Medienpräsenz, die bis heute anhält. Wie die ganze Schweizer Wirtschaft ist auch die Clientis Biene Bank im Rheintal als Bankinstitut davon betroffen, allerdings weniger vom Wechselkurs als von den anhaltend tiefen Zinsen. Die Bankgeschäfte gehen dennoch auch mit diesen Vorzeichen weiter. Die Zahlen für das erste Halbjahr liegen nun vor.

Kundengeschäft ausgebaut

Es ist der Biene Bank im Rheintal in den ersten sechs Monaten des Jahres gelungen, weiter zu wachsen. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 2,2 Prozent und beträgt per Jahresmitte 883,4 Mio. Franken. Aufgrund der anhaltend tiefen Zinsen dauert die intensive Bautätigkeit in der Region an und sorgt für eine ungebrochene Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen. Allerdings haben sich die Finanzierungsgesuche geändert. Durch die erhöhten Auflagen seitens der Regulatoren sowie der Selbstregulierung der Banken schwächten sich Anfragen privater Eigenheimbesitzer ab. Bei den Gewerbetreibenden und Unternehmen dagegen stieg das Interesse für Kauf oder Neubau von Firmenliegenschaften. Dadurch stiegen die Kundenausleihungen gegenüber Ende 2014 weiter um total 2,5 % oder CHF 18,9 Mio. auf neu CHF 772,5 Mio. Die Forderungen gegenüber Banken haben um CHF 4,4 Mio. oder 10,7 % zugenommen. Die Finanzanlagen dagegen reduzierten sich weiter auf aktuell CHF 4,8 Mio. Die Kundengelder verzeichnen gegenüber dem Jahresabschluss eine Zunahme um CHF 5,1 Mio. Die verbleibende Finanzierungslücke für die Ausleihungen musste über Pfandbriefdarlehen beschafft werden, die um CHF 1,4 Mio. gestiegen sind. Sehr erfreulich ist die Entwicklung beim Anlagegeschäft. Das Eigenkapital vor Gewinnverwendung beträgt per 30. Juni 2015 CHF 69,6 Mio. oder 7,9 % der Bilanzsumme. Dies unter Berücksichtigung der abgeschlossenen Kapitalerhöhung.

Höherer Gesamterfolg

Der Gesamterfolg konnte um 3,9 % auf CHF 6,5 Mio. gesteigert werden. Das anhaltend tiefe Zinsniveau hatte dabei Auswirkungen auf den Erfolg im Zinsengeschäft, dem wichtigsten Ertragspfeiler. Dank des gesteigerten Ausleihungsvolumens sowie konsequenter Preispolitik hat der Zinserfolg gegenüber der Vorjahresperiode um CHF 283 000 oder 5,7 % dennoch zulegen können. Der gute Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft aus dem Vorjahr konnte bei CHF 746 000 gehalten werden. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft hat durch die anfangs beschriebene Intervention der Schweizerischen Nationalbank insbesondere im Sortengeschäft ein kleines Loch gerissen, das bis zur Jahresmitte nur schwer aufzufangen war. Der übrige Erfolg steht per Jahresmitte bei CHF 198 000. Grundsätzlich machen sich im ersten Halbjahr die erhöhten Kosten infolge der Sanierung von Widnau bemerkbar. Der Personalaufwand hat in den ersten sechs Monaten 2015 mit CHF 193 000 deutlich zugenommen und liegt bei CHF 2,0 Mio. Der Grund hierfür liegt bei einer Doppel- sowie einer Neubesetzung. Weiter stieg der Sachaufwand nochmals um deutliche 6,8 % auf CHF 2,1 Mio., ebenfalls als Folge der Sanierungsarbeiten der Geschäftsstelle in Widnau. Der Bruttogewinn wird zum Semesterende mit CHF 2,4 Mio. ausgewiesen und liegt damit nur leicht unter dem sehr guten Vorjahressemester.

Investitionen in die Zukunft

Ein Höhepunkt des ersten Halbjahres war der Abschluss des Umbaus bzw. die Wiedereröffnung der Geschäftsstelle in Widnau. Dieser Umstand wurde mit einem Tag der offenen Tür pünktlich zum Frühlingsbeginn am 21. März 2015 gefeiert. Die Widnauer Geschäftsstelle präsentiert sich nun wieder in neuem Glanz und steht allen sehr einladend und modern zur Verfügung. Nach sieben erfolgreichen Jahren als Leiter Firmenkunden im Dienst der Bank ist Josef Signer per 30. Juni 2015 in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Damit wird der Generationenwechsel in der Geschäftsleitung der Bank nun nach rund drei Jahren erfolgreich abgeschlossen. (pd)