Annahme: Schulhaus Nef brennt

Der Brand fand nur im Regiebuch zur Feuerwehrhauptübung statt. Peter Ruf und Mehdi Shatri waren für die Ausarbeitung verantwortlich.

Isabelle Kürsteiner
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Infolge Rauchentwicklung wurde über ein Treppenhausfenster mit Leitern gerettet. (Bild: Isabelle Kürsteiner)

Infolge Rauchentwicklung wurde über ein Treppenhausfenster mit Leitern gerettet. (Bild: Isabelle Kürsteiner)

Der Brand im Heizungsraum entwickelte Rauch, sodass die Kinder der Musikschule und der Spielgruppe das Treppenhaus nicht als Fluchtweg benützen konnten. Peter Ruf erklärte im Beisein der Gemeinderäte Urs Züst und Markus Pfister sowie Vertretern von Brandschutzkommission und umliegenden Feuerwehren, dass der Schwerpunkt explizit auf die Rettung von Kindern gelegt worden sei. Ausserdem herrschten rund um das Schulhaus Nef im Dorf werktags enge Platzverhältnisse.

Stefan Schmid, Feuerwehrkommandant und Einsatzleiter, fand einen Brand mit starker Rauchentwicklung vor, der sich zum Eingang ausbreitete. Deshalb mussten sieben Kinder, zwei Betreuer und ein Handwerker gerettet werden, mehrheitlich aus dem zweiten Boden. Er ordnete eine Leiterrettung auf der Nordseite an. Weil der Hydrant vor dem Schulhaus ausser Betrieb war, musste eine Leitung westwärts gelegt werden. Die Rettungen erfolgten dann Schlag auf Schlag insbesondere via Gangfenster auf der Rückseite. Der Heizungsbrand wurde erfolgreich bekämpft und das Nachbarhaus geschützt.

Sarah Reiflers Feuertaufe bestens bestanden

Erstmals leitete Sarah Reifler den Sanitätszug, der durch die Teufener Abteilung verstärkt wurde. Heidi Schällebaum, St. Margrethen, lobte die Arbeit. Das Verletztennest sei sehr schnell aufgestellt worden. Ihr Dank ging speziell an Sarah Reifler, die ihre Feuertaufe bestens bestanden habe. Dieses Lob unterstrichen die Feuerwehrler mit einem herzlichen Applaus.

Mehdi Shatris Fazit zu Schadenplatz-Organisation, Strassensicherung und Transportleitung fiel ebenfalls positiv aus und lautete: «Super gearbeitet.» Peter Ruf beurteilte den Atemschutz als engagiert und mitdenkend. Die sieben Kinder seien gut betreut worden, sowohl drinnen als auch draussen. Dann gab er wie seine Vorredner noch Tips zur Verbesserung der Arbeit und dankte für den tollen Einsatz.

Diesem Lob schloss sich Gemeinderat Urs Züst an. «Es ist schön, dass sich Männer und Frauen Zeit nehmen, um in der Feuerwehr und im Sanitätszug mitzuarbeiten», sagte er. Denn der Sinn und Zweck der Feuerwehr sei äussert wichtig. Jeder, der einmal betroffen war, und sei es nur, dass ein Wespennest entfernt werden musste, ist dankbar für die Feuerwehr. Ausserdem habe er gesehen, dass Walzenhausen über gutes Material verfüge. «Für mich als Schulpräsident war es ein gut gewähltes Objekt, denn es ist wichtig, dass Schüler und Lehrpersonen im Ernstfall wissen, wie sie reagieren müssen.» Darum hat jedes Schulhaus ein Brandschutz-Konzept. Zum Schluss rief Züst die Feuerwehrleute auf, doch ihren Kollegenkreis für diese wertvolle Arbeit zu motivieren.