Ankunft in der 2. Liga

Die Männer des HC Rheintal haben in ihrem vierten Spiel nach dem Aufstieg erstmals gewonnen: Gegen das drittplatzierte Seen Tigers II siegten die Rheintaler 25:17 (12:7).

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Grosser Jubel bei den Rheintaler Spielern und Betreuern, nachdem der überzeugende 25:17-Heimsieg gegen Seen Tigers feststand. (Bild: pd)

Grosser Jubel bei den Rheintaler Spielern und Betreuern, nachdem der überzeugende 25:17-Heimsieg gegen Seen Tigers feststand. (Bild: pd)

HANDBALL. In den ersten drei Spielen mussten die jungen Spieler des HC Rheintal viel Lehrgeld bezahlen, im Heimspiel gegen Seen haben sie erstmals einen «Batzen» zurückerhalten. Um in der 2. Liga anzukommen, benötigte der HC Rheintal eine komplett andere mentale Einstellung als zuvor. Diese war der Mannschaft bereits vor dem Spiel anzusehen, denn obschon die Gäste körperlich überlegen schienen, war keine Nervosität erkennbar.

Kraftvolle Abwehrleistung

Beide Mannschaften tasteten sich gegenseitig ab und versuchten, die Schwächen des Gegners auszuloten, was den Rheintalern besser gelang. Beim Spielstand von 4:4 in der zwölften Minute wurde Marko Jovicic eingewechselt, und einige Sekunden später erzielte er die erstmalige Führung für die Rheintaler. Dies war die Initialzündung. Die Abwehrarbeit verbesserte sich zusehends, wobei David Gremminger über sich hinauswuchs. Der um einiges grössere und routiniertere Gegenspieler verzweifelte an Gremminger, der dank seiner Kraft und seines guten Stellungsspiels unzählige Angriffe des Gegners abwehrte.

Im Angriff wurde konzentriert und mit der nötigen Ruhe auf die gute Torschuss-Möglichkeit gewartet – und diese dann erfolgreich abgeschlossen. Auch der verletzungsbedingte Ausfall von Routinier Markus Rutz in der 22. Minute verunsicherte das Team nicht. So baute der HCR den Vorsprung bis zur Pause auf 12:7 aus.

Die erwartete Reaktion der Seen Tigers trat nach der Pause tatsächlich ein. Die Gäste kamen deshalb auf drei Tore heran – näher sollten sie den Rheintalern im ganzen Spiel nicht mehr kommen.

Die linke Angriffsseite der Gastgeber zog einen bärenstarken Tag ein. Jovicic erzielte aus dem Rückraum acht Treffer und auch Jürg Schwarber traf fünfmal.

Jovicic und Horg überragend

«Die Abwehrarbeit war gut, was der Mannschaft im Angriffsspiel die nötige Sicherheit gegeben hat», sagte der sichtlich zufriedene Trainer Stefan Thür. Diese Aussage untermauert die überragende Statistik von Torwart Martin Horg. Mit einer Abwehrquote von über 50%(!) sowie vier von fünf parierten Freiwürfen war er massgeblich daran beteiligt, dass die Rheintaler lediglich 17 Gegentore erhielten. Eine ebenso eindrückliche Quote legte Marcel Seitz als 7-m-Werfer hin: Sämtliche fünf Freiwürfe verwandelte er sicher. «Die mentale Einstellung war mit den vorangegangenen Spielen nicht zu vergleichen. Zudem zogen einige Spieler, allen voran Marko Jovicic, einen sehr starken Tag ein», so Stefan Thür weiter.

Das führte dazu, dass Rheintal völlig verdient mit 25:17 gewann. «Der Sieg hätte sogar noch um ein paar Tore höher ausfallen können. Aber selbstverständlich freue ich mich auch so über den Sieg und die starke Veränderung zu den vorherigen Spielen», sagte Coach Sandro Wirz.

Als nächstes steht das Auswärtsspiel gegen Wittenbach/Arbon an. Dieses Team hat zwar noch keine Punkte auf dem Konto, es war aber oft nahe dran. Wenn die Rheintaler am kommenden Samstag ab 17 Uhr in Wittenbach ihre nächsten Punkte einfahren wollen, müssen sie am Spiel gegen Seen anknüpfen – das kleinste Nachlassen wird in der 2. Liga bestraft. (mru)

Rheintal: Martin Horg, Andrea Hänggi; David Gremminger, Yannik Wild (1), Pascal Wild, Jürg Schwarber (5), Marko Jovicic (8), Lirim Morina, Marc Schwarber (2), Markus Rutz, Marco Buob (4), Dario Metzger, Roman Städler, Marcel Seitz (5/5). Coach: Sandro Wirz, Stefan Thür.