Angebot bestimmt die Speisekarte

ALTSTÄTTEN. Seit vier Jahren führt Michael Batt das Restaurant Frauenhof. Er ist Mitglied im Trägerverein Culinarium, der die Vermarktung regionaler Lebensmittel fördert. «Sein Thema passt perfekt zu uns», sagt Michael Batt.

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Michael Batt: «Ich richte den Speiseplan an den Waren aus, die ich saisonal bei Rheintaler Produzenten einkaufen kann.»

Michael Batt: «Ich richte den Speiseplan an den Waren aus, die ich saisonal bei Rheintaler Produzenten einkaufen kann.»

Altstätten. Seit vier Jahren führt Michael Batt das Restaurant Frauenhof. Er ist Mitglied im Trägerverein Culinarium, der die Vermarktung regionaler Lebensmittel fördert. «Sein Thema passt perfekt zu uns», sagt Michael Batt. «Ich gestaltete unsere Speisekarte so, dass die Rheintaler Produzenten liefern können.»

Damit ihm das gelingen kann, pflegt der Küchenchef einen intensiven Austausch und besucht seine Lieferanten. Einmal schaute er sich das Hirsch-Höckli von Hans und Gabi Saxer an. «Mir fiel dort ein Forellenteich auf.» Seither findet sich auf seiner Speisekarte Forelle in Salzkruste.

Das Forellen-Gericht ist ein Beispiel dafür, wie das «Frauenhof»-Team arbeitet, was es inspiriert. Michael Batt kauft zum Beispiel immer ganze Rinder. «Im Winter mag niemand Siedfleischsalat essen.» Also diskutierte das Küchen-Team, welches Gericht es mit Siedfleisch kreieren könnte. Das Ergebnis war ein indisches Rindfleisch-Praliné. «Wir haben das Siedfleisch püriert, es mit indischem Curry gemischt und dann ausgebacken.» Diese Beschreibung notiert Michael Batt auch in der Speisekarte. «Der Gast soll sehen, wie unsere Kreationen entstehen.»

Die Speisekarte ist ständig im Wandel. Sie fordert vom Team grosse Flexibilität und bietet dem Gast Abwechslung und einen kulinarischen Ausflug in eine junge und moderne Küche.

Während der Culinarischen Rheintaler Wochen bietet der «Frauenhof» Variationen vom Wollschwein an. Selbstverständlich finden auch von diesem Tier alle Stücke Verwendung – geschmort oder kurzgebraten. Dazu serviert die Küche Kartoffeln, Ribelmais und Salate – natürlich aus dem Rheintal. (vdl)