Andreas Broger neu im Stadtrat

ALTSTÄTTEN. Die wieder antretenden Stadträte wurden mit guten Ergebnissen wiedergewählt. Für den einen weiteren Sitz hatte man die Wahl zwischen je einem Kandidaten der SVP und der CVP sowie dem Schulratspräsidenten. Gewählt wurde der CVPler.

Max Tinner
Merken
Drucken
Teilen
Gratulationen für den Neuen: Margrit Mattle-Lindegger freut sich auf die Zusammenarbeit mit Andreas Broger im Stadtrat. (Bild: Max Tinner)

Gratulationen für den Neuen: Margrit Mattle-Lindegger freut sich auf die Zusammenarbeit mit Andreas Broger im Stadtrat. (Bild: Max Tinner)

Die Stadtratswahlen waren dieses Jahr nicht nur interessant, weil ein neuer Stadtpräsident zu wählen war. Nach dem Entscheid der Bürgerversammlung im Mai galt es erstmals nicht mehr acht, sondern nur noch sechs Stadträte zu wählen. Nachdem die drei Altstätter Polit-Urgesteine Armin Eugster (SVP), Jacques Sinz (CVP) und Markus Ritter (CVP) ihre Demission bekannt gegeben hatten, standen noch fünf der bisherigen Stadträte drei Herausforderern gegenüber.

Die fünf Bisherigen wurden allesamt mit guten Ergebnissen bestätigt. Das beste Resultat erzielte bei 3120 gültigen Stimmzetteln und einem absoluten Mehr von 1561 Stimmen der Jüngste: Christian Willi, SVP, mit 1882 Stimmen. Mit 1839 Stimmen kam der «a plus»-Stadtrat Ruedi Dörig auf das zweitbeste Resultat. Reto Walser, FDP, bekam 1802 Stimmen, Margrit Mattle-Lindegger, CVP, erreichte 1785 Stimmen und Jürg Plüss, FDP, kam auf 1649 Stimmen.

Für den weiteren noch zu besetzenden Sitz hatten die Altstätterinnen und Altstätter die Wahl zwischen einem CVPler, einer SVPlerin und dem Schulratspräsidenten. Gewählt wurde mit 1655 Stimmen und deutlichem Vorsprung auf seine Mitbewerber der 30-jährige Andreas Broger, CVP. Patricia Willi-Kopp, SVP, kam auf 1432 Stimmen. Schulratspräsident Remo Maurer, SP, auf 1410 Stimmen.

Bereits zu viel Macht?

Maurer war bereits vor vier Jahren angetreten und hatte damals im ersten Wahlgang das absolute Mehr um nur vier Stimmen verpasst. Im zweiten Wahlgang unterlag er Christian Willi. Dieses Jahr erzielte er das schwächste Resultat aller Kandidaten überhaupt. Über die Gründe mag er nicht spekulieren. Er sei zwar nach wie vor der Ansicht, dass sich die Schule über den Schulpräsidenten direkt in den Stadtrat einbringen können sollte, aber offenbar wünsche eine Mehrheit der Wählerinnen und Wähler dies nicht. Das sei zu akzeptieren. «Natürlich bin ich enttäuscht», gibt er zu, «wenn es nicht so wäre, hätte man das Ganze nicht ernst genommen.» Geschadet haben mag Maurer während des Wahlkampfs der Vorwurf der Ämterkumulation. Maurer ist nebst Schulratspräsident auch noch Kantonsrat und gehört verschiedenen Kommissionen und Vorständen von Institutionen an.

Unterm Strich haben mit der Verkleinerung des Stadtrates und dem Ausgang der Wahlen CVP und SVP in der nächsten Legislatur je einen Sitz weniger, und die FDP hat die Stadtpräsidentschaft an den parteilosen Ruedi Mattle abtreten müssen.

Parteilose als Wahlgewinner

Unterstützt worden ist Mattle von der SP und von der politischen Vereinigung «a plus», die von ihrem Präsidenten Markus Rohner als Partei der Parteilosen bezeichnet wird. So gesehen sind die Gewinner der Altstätter Stadtratswahlen: die Parteilosen. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,63 Prozent.