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Andere Arbeitswelt kennenlernen

Im Rahmen des Begegnungstags waren gestern Menschen mit einer Behinderung der Rhyboot-Institutionen Jung Rhy, Union und Wyden bei 92 Rheintaler Gewerbe-, Verwaltungs- und Dienstleistungsbetrieben im Einsatz.
Susi Miara
Sandra Torgler half gestern Erika Schwinger im Restaurant Rosengarten im Service. (Bilder: Susi Miara)

Sandra Torgler half gestern Erika Schwinger im Restaurant Rosengarten im Service. (Bilder: Susi Miara)

WIDNAU/BERNECK. Der Begegnungstag fand gestern bereits zum zehnten Mal statt. Ins Leben gerufen hatten ihn der Arbeitgeber-Verband Rheintal und der Verein Rhyboot 2005 als «Begleittag». Seitdem fand er mit einer Ausnahme jedes Jahr statt, in der Regel immer am 3. Dezember, dem internationalen Tag der Menschen mit Behinderung. Gestern beteiligten sich 92 Unternehmen zwischen Rüthi und Altenrhein daran. Der Verein Rhyboot bietet in den Institutionen Union und Jung Rhy in Altstätten und Wyden in Balgach 114 Wohn- und über 200 geschützte Arbeitsplätze für Menschen mit einer Behinderung an. Der jährliche «partnerschaftliche Begegnungstag» ist zu einer schönen und wertvollen Tradition geworden.

Ein Tag im Service

Seit fünf Jahren bietet auch das Restaurant Rosengarten Arbeitsplätze in seinem Restaurant an. Dieses Jahr arbeitete Sandra Torgler einen Tag lang im Service. Sandra Torgler machte bereits zum zweiten Mal beim Begegnungstag mit. Abgeholt wurde sie zu Hause persönlich von der Chefin Erika Schwinger und konnte gleich im hektischen Znüni-Betrieb mithelfen. Etwas mulmig sei es am Anfang schon gewesen, sagt Sandra Torgler. Da sie aber gerne unter Menschen und sehr kommunikativ ist, legte sich die Verunsicherung schnell. Sie servierte Kaffee und belegte Brote, deckte für den Mittagsservice die Tische und half sogar beim Mittags-Service mit. Um 14 Uhr war dann Feierabend. Vorher wurde aber noch mit dem ganzen Personal gemütlich das Mittagessen eingenommen. «Eigentlich hätte noch eine weitere Person in der Küche mithelfen sollen. Leider ist sie aber krank geworden», sagt Erika Schwinger.

Eingliederung klappt

Der Sinn des Begegnungstags ist es, Menschen mit einer Behinderung zu integrieren. Dass diese Aktion auch Früchte tragen kann, zeigt das Beispiel von Dominic Locher. Er arbeitete letztes Jahr in der Küche im Restaurant Rosengarten. Danach äusserte er den Wunsch, öfter kommen zu dürfen. «Wir haben mit seinen Betreuern vereinbart, dass er einmal pro Woche und bei speziellen Anlässen mithelfen kann», berichtet Erika Schwinger. Seither trifft man Dominic jeden Mittwoch im Rosengarten. «Er kann überall eingesetzt werden», sagt Erika Schwinger. Er richte selbständig die Salatteller an und helfe beim Rüsten und Anbraten. «Dominic braucht für die Arbeit zwar etwas länger, dafür macht er alles perfekt», schwärmt Erika Schwinger.

Positive Reaktionen

Den Begegnungstag findet Erika Schwinger toll: «Behinderte gehören in unsere Welt, und deshalb sollten wir auch mit ihnen gemeinsam etwas unternehmen.» Schön fände sie, wenn noch mehr Betriebe bei dieser Aktion mitmachten. Die positiven Reaktionen ihrer Gäste waren für sie eine Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein.

Jetzt schon freut sie sich auf den «Seitenwechsel», einen Tag, den sie in einer Rhyboot-Institution mit behinderten Menschen verbringen wird. «Für mich ist es immer wieder eine Bereicherung», sagt Erika Schwinger. «Einen Tag gemeinsam im Rhyboot zu verbringen zeigt mir, dass nicht alles selbstverständlich ist.»

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