«An der Sache bleiben lohnt sich»

Der Oberrieter Kunstmaler Thomas Dellenbach und die Rorschacher Pianistin Marianne Tobler gestalten unter dem Titel «Kunst im Altersheim» gemeinsam einen kulturellen Abend. Die Ausstellung gefiel auch den älteren Menschen.

Peter Beerli
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RORSCHACH. 76 Werke des Kunstmalers Thomas Dellenbach schmücken bis 6. März die Wände des Altersheims. Irene Varga aus Berg SG hatte dieses Projekt installiert. Ehefrau Claire Dellenbach und Sohn Iwan stellten den Künstler vor, welcher persönlich durch die Ausstellung führte. Früh hatten die Lehrer das Talent von Thomas Dellenbach im Umgang mit Farben erkannt, und Beziehungen mit Kunstmaler Josef Ebnöther trugen weiter zu den Fortschritten bei. Doch der Zugang zu einer Akademie blieb dem jungen Mann, der schliesslich medizinischer Masseur wurde, versagt. Thomas Dellenbach liess sich durch die Folgen der schwierigen Kindheit nicht von der Kunst abbringen.

Verschiedene Techniken

Er setzte seine knappe Freizeit für die Malerei ein und erkannte, wie sehr sich dies lohnt. Er versuchte sich in verschiedenen Techniken, arbeitete gerne mit verschiedenen Holzarten und hat sich schliesslich auch der Computergrafik verschrieben, welche eine Herausforderung an die Kleinmotorik und die Augen bildet. Er wählt gerne die Rheintaler und Appenzeller Berge zu Sujets seiner Arbeit, weiss auch um den positiven Einfluss der Farbspiele auf die Psyche des Menschen.

Auswandern und betreuen

Die Begegnung im Altersheim war eine der letzten Möglichkeiten, sich mit Thomas Dellenbach auseinanderzusetzen, bevor dieser in die Azoren auswandert, um dort Menschen zu betreuen und diesen mit seinen Farben zu dienen.

Marianne Tobler umrahmte die Vernissage mit einer reichen Auswahl von Klaviermelodien und trug dazu bei, dass die Begegnung mit der Kunst auch für ältere Menschen, welche nicht bei der ganzen Führung dabei sein konnten, zum Genuss wurde.