Am Standort Tigelberg festhalten

Der Verein Tigelberg Berneck, dem die Trägerschaft für die Sozialpädagogische Institution für Jugendliche obliegt, plant eine Sanierung des geschützten Gebäudes. Die Betriebsbewilligung wurde aufgrund verschiedener Massnahmen auf Ende 2009 unbefristet erteilt.

Maya Seiler
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Das denkmalgeschützte Haus Tigelberg oberhalb Berneck soll weiterhin als Sozialpädagogische Institution für Jugendliche genutzt werden. (Bild: Maya Seiler)

Das denkmalgeschützte Haus Tigelberg oberhalb Berneck soll weiterhin als Sozialpädagogische Institution für Jugendliche genutzt werden. (Bild: Maya Seiler)

berneck. Seit gut vier Jahren ist der gleichnamige Verein für das Wohnheim für Jugendliche verantwortlich. In seinem vierten Jahresbericht weist Präsident Christian Baumann, Oberuzwil, darauf hin, dass das Amt für Soziales die Betriebsbewilligung vorerst wieder nur befristet erteilt hatte. Das führte zu einer unsicheren Situation und erschwerte die Entwicklung. Der Vorstand hat dazu Stellung genommen und auch Gegebenheiten und Massnahmen mit der zuständigen Person des Amtes besprochen.

Aufgrund der Bereitschaft der Verantwortlichen, verschiedene Optionen zur Weiterentwicklung des Tigelbergs zu prüfen, wurde schliesslich auf 22. Dezember 2009 die unbefristete Bewilligung ausgesprochen. Unter anderem muss der Vorstand die «baulichen, finanziellen, und räumlich-geografischen Gegebenheiten» berücksichtigen. Da- zu gehört auch «ein möglicher Verkauf der Liegenschaft, einschliesslich der Neueröffnung an einem anderen Standort.»

Verkauf keine Optionen

Verschiedenen Gruppen wurden zu ihrem Zufriedenheitsgrad befragt. Die Reaktionen der einweisenden Stellen zeigten, dass man mit dem Angebot auf dem richtigen Weg ist. Jugendliche, welche gegenwärtig im Tigelberg wohnen, haben natürlich schon den Wunsch, dass das Heim «z'mitzt in Berneck» oder zumindest näher bei einer Bushaltestelle stehen sollte. Ehemalige Tigelbergbewohner erinnerten sich aber gerne an das Haus und die einzigartige Umgebung. Der Vorstand hat verschiedene Alternativen sorgfältig abgeklärt.

Präsident Baumann: «Es gibt in der näheren Umgebung keine Liegenschaft, die sich allenfalls zur Nutzung anstelle des Tigelberg eignen würde.» Darum ist man zusammen mit Heimleiter Marcel Coulin einig geworden, dass eine Verlegung der Institution nicht in Frage kommt.

Renovation wird abgeklärt

Wie Vorstandsmitglied Christoph Egli erklärte, hat man das Architekturbüro Bänziger beauftragt, eine Renovation des denkmalgeschützten Gebäudes auszuarbeiten, wobei der Kostenfaktor eine Rolle spielen wird.

Eine Sanierung soll ohne Luxus, aber seriös erfolgen. Der Verein Tigelberg ist selbsttragend, und man setzt sich als Ziel, dass es so bleibt. Da der Kanton daran interessiert ist, dass sich kleinere Institutionen wie der Tigelberg mit anderen Anbietern vernetzen, fasst man auch eine engere Zusammenarbeit mit dem Kinderheim Bild ins Auge.

Der Verein Tigelberg und das Heim selber stehen weiterhin in einer anspruchsvollen Phase und setzen alles an eine positive Weiterentwicklung.

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