Am Sieg geschnuppert

In einem guten schnellen Spiel trennen sich St. Margrethen und Freienbach 2:2 (1:1). Die Rheintaler hatten mehr Torchancen.

Roberto De Nardin
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FUSSBALL. Mit dem ersten ruhenden Ball ging Freienbach in Führung. Nach einem von vielen unnötigen Fouls nahe des Strafraums zirkelte Mittelfeldspieler Iseni das Leder genau ins obere Kreuz. Schlussmann Konjaric, der wieder im Tor stand, hatte keine Abwehrmöglichkeit. Doch es ging nur fünf Minuten und St. Margrethen hatte den Ausgleich wieder hergestellt, durch Kushstrim per Kopfball, nach einer Flanke aus einem Freistoss durch den Brasilianer Alves. Das Spiel flachte nach dem Feuerwerk der Anfangsminuten ab, obwohl das Heimteam mit Forgia und Maliqi zu Abschlüssen kam, doch der gute Goalie Marty hielt seinen Kasten rein.

Spannende zweite Halbzeit

St. Margrethen kam besser ins Spiel, nach wenigen Minuten hätte Forgia sein Team in Führung bringen müssen. Toll wurde er im Strafraum von Alves angespielt, doch er schaffte es, den Ball nicht ins Tor zu kriegen. In der 60. bekam St. Margrethen einen Elfmeter nach Foul an Alves. Eine Fussballer-Regel besagt, der Gefoulte soll nie schiessen: Alves trat an und scheiterte an Marty. Nach dieser Szene wurde Freienbach besser, aber ohne sich wirklich Torchancen zu erspielen. Wenn es zum Abschluss kam, dann meist durch Torschüsse aus der Distanz. St. Margrethens Konter waren hingegen stets gefährlich, Maliqi hatte zweimal den Führungstreffer auf dem Fuss, scheiterte aber. In der 78. zeigte Konjaric seine starken Reflexe: Nach einem Schuss aus kurzer Distanz, schnellte er auf der Linie schnell wie eine Katze nach dem Ball und wehrte ab.

Hektische Schlussminuten

Wenige Minuten vor Schluss schickt Memeti Alves auf der Seite auf die Reise, seine Hereingabe kam zu Forgia, der das Leder über Schlussmann Marty ins Tor hob zum vermeintlichen Sieg. Mit dem letzten Angriff kam Freienbach aber noch zum Ausgleich: Im Mittelfeld wird der Ball von den St. Margrethern vertändelt, ruckzuck gelangte das Leder zu Spielmacher Ocana Luque, der es ins lange Eck drosch zum Endresultat von 2:2. In dieser Liga wird eben jeder Fehler eiskalt ausgenützt. St. Margrethen muss sich aber den Vorwurf gefallen lassen, die vielen Tormöglichkeiten nicht genutzt zu haben.

2. LIGA INTER., GRUPPE 6 St. Margrethen – Freienbach 2:2 (1.1) Rheinau – 120 Zuschauer – SR: Maracic. Tore: 4. Iseni 0:1, 12. Hajrullahu 2:1, 88. Forgia 2:1, 90+1. Ocana Luque. St. Margrethen: Konjaric, Da Silva, Stojanac, Enzler (69. Axhija), Forgia, Alves Gomes (78. Lukic), Maliqi, Memeti, Popadic, Hajrullahu, Cetinkaya. Freienbach: C. Marty; Materazzi, Disch, Iseni, Bakolli (88. Bucher) Palumbo, Ernst, Auf der Mauer, Maurer, Ocana, K. Marty (75. Kälin). Gelbe Karten: St. Margrethen Maliqi, Alves, Popadic, Canzian (alle Faulspiel); Freienbach: Maurer, Materazzi, Disch, Palumbo (alle Faulspiel).