Am liebsten in der eigenen Gemeinde

Die Einwohnerinnen und Einwohner von Rüthi, Oberriet und Altstätten verfolgen die Diskussionen um den Spitalstandort. Die Meinungen sind geteilt; pro Altstätten und pro Neubau Rüthi halten sich etwa die Waage.

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Sandra Good

Sandra Good

RHEINTAL. Dazu äussern, ob das Spital Altstätten erneuert und saniert werden soll oder stattdessen in Rüthi ein Neubau entstehen soll, wollten sich bei der Umfrage in Rüthi, Oberriet und Altstätten alle. Die meisten Leute aber wollten ihre Meinung nicht in der Öffentlichkeit preisgeben. Sandra Good aus Altstätten fällt die Antwort leicht: «Ich bin ein umweltbewusster Mensch. Alleine deshalb bin ich für den Ausbau in Altstätten. Bestehendes nutzen, verdichtet bauen, nicht auf der grünen Wiese bauen.»

Peter Zaru aus Rüthi tendiert eher zum Neubau in seiner Wohngemeinde: «Wenn ich wählen müsste, wäre ich eher für den Standort Rüthi. Ich glaube aber nicht, dass die dort den Boden dafür bekommen. Die Landwirte würden sich sicher dagegen wehren. Das Spital würde auch meinen Garten nicht stören, der in der Nähe liegt.»

Ulli Plangg aus Oberriet hat die Diskussionen um den Spitalstandort nur am Rande verfolgt. Müsste sie entscheiden, wär sie eher für Altstätten. «In Altstätten ist die Planung weit fortgeschritten. Für eine Sanierung und den Ausbau würde man viel weniger Zeit brauchen als für einen Neubau in Rüthi. Wichtig für mich ist, dass es genug Platz für Patientinnen und Patienten gibt und diese nicht wie Nummern abgefertigt werden.»

Harald Röhricht aus Rüthi ist klar für den Neubau in Rüthi. «Meine Frau ist schwer krank und ich muss mit ihr je nach Zustand nach Grabs oder St. Gallen fahren. Ein neues, komplettes Spital in Rüthi wäre für die Region Rheintal besser als ein Um- und Anbau in Altstätten.»

Sandra Moresi aus Rüthi möchte das Spital in ihrer Wohngemeinde haben. «Ich glaube, dass dies für den Standort Rüthi und die ganze Region gut wäre. Ein neues Spital würde auch mehr Leben nach Rüthi bringen, mehr Arbeitsplätze. Die Zeit spielt da keine Rolle, Altstätten und Grabs würden ja nicht sofort geschlossen.»

Brigitte Maron ist nur zu Besuch. Sie ist in Oberriet aufgewachsen und lebt im Bündnerland. Sie denkt auch an die Nachbarn. «Ich bin dafür, dass man die Spitäler in Altstätten und in Grabs saniert und ausbaut. Wohin sollten beispielsweise die Liechtensteiner hin, wenn Grabs geschlossen würde. Vorhandenes sollte man so gut wie möglich erhalten.»

Kathrin Koller wohnt in Altstätten und möchte «ihr» Spital behalten. «Altstätten und ihre Nachbargemeinden haben mehr Einwohner. Das alleine spricht für die Sanierung und den Ausbau des Altstätter Spitals.»

Auch für Hansjörg Freund ist die Sache klar: «Das Spital muss in Altstätten bleiben, es liegt viel zentraler als Grabs und St. Gallen. Auch die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist viel besser als in Rüthi.» (kla)

Peter Zaru

Peter Zaru

Ulli Plangg

Ulli Plangg

Harald Röhrich

Harald Röhrich

Brigitte Maron

Brigitte Maron

Kathrin Koller (Bilder: Kurt Latzer)

Kathrin Koller (Bilder: Kurt Latzer)

Sandra Moresi

Sandra Moresi

Hansjörg Freund

Hansjörg Freund

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