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ALTSTÄTTEN/OBERRIET: Jeden Tag etwas dazugelernt

Der Kleinmotorrad- und Fahrradmechaniker Mauro Kühnis ist vom Rotary-Club Rheintal für den besten Lehrabschluss des Prüfungsjahrgangs 2017 ausgezeichnet worden. Er hat mit einer 5,5 abgeschlossen.
Max Tinner
Fleiss in der Lehre lohnt sich: Mauro Kühnis wurde gestern von Rotary-Rheintal-Präsident Christoph Kempter mit dem Förderpreis für den besten Lehrabschluss im Rheintal ausgezeichnet. (Bild: Max Tinner)

Fleiss in der Lehre lohnt sich: Mauro Kühnis wurde gestern von Rotary-Rheintal-Präsident Christoph Kempter mit dem Förderpreis für den besten Lehrabschluss im Rheintal ausgezeichnet. (Bild: Max Tinner)

Max Tinner

Drei Jahre dauert die Lehre zum Kleinmotorrad- und Fahrradmechaniker. Der Oberrieter Mauro Kühnis hat sie bei Titus Haltiner in Montlingen absolviert, und das mit beachtlichem Erfolg: Mit seiner Abschlussnote 5,5 sei er 2017 Jahrgangsbester in seinem Beruf gewesen, gratulierte ihm Kurt Bodenmann, der frühere Chef des kantonalen Amts für Berufsbildung, gestern vor den versammelten Rheintaler Rotariern im «Frauenhof» in Altstätten. Im Rheintal war Kühnis damit aus­serdem bester Lehrling über alle Berufe, die man nicht bei SFS lernen kann. Das brachte ihm nun den Förderpreis des Rotary-Clubs Rheintal ein, der mit 1000 Franken dotiert ist. Überreicht wurden ihm die Urkunde und das Preisgeld von Rotary-Rheintal-Präsident Christoph Kempter.

Eine gute Grundlage für jede berufliche Laufbahn

Für seine Berufswahl entscheidend sei gewesen, dass er «etwas Mechanisches» habe machen wollen, erklärte Mauro Kühnis den Rotariern. Dies nicht zuletzt aus der Überzeugung, dass ei­- ne Mechanikerlehre eine gute Grundlage ist, selbst wenn er sich später anders orientieren sollte.

Vorerst baut er allerdings auf der erarbeiteten Basis auf: An die abgeschlossene Lehre hat er quasi als Fortsetzung eine Lehre zum Motorradmechaniker angehängt, die er zurzeit bei Harley-Davidson St. Gallen in Au macht. Dank des bereits erreichten ersten Lehrabschlusses kann er diese in zwei statt der sonst für diese Lehre nötigen vier Jahre machen.

Bevor er danach als Ausgelernter seine berufliche Laufbahn fortsetzt, wird nach dieser zweiten Lehre erst einmal das Vaterland rufen. Mauro Kühnis will den Militärdienst gleich auf einmal, als Durchdiener, absolvieren. Danach will er dem erlernten Beruf treu bleiben. Ins Auge gefasst hat er bereits die eine oder andere Weiterbildung, speziell die Meisterprüfung.

Vielleicht auch einmal Schule geben

Auch sich selbstständig zu machen und ein eigenes Geschäft zu führen, wäre für ihn eine Option. «Und vielleicht auch mal Schule zu geben», fügte Kühnis an. Offenbar hat ihm nicht nur die Arbeit im Lehrbetrieb, sondern auch der Berufsschulunterricht Spass gemacht.

Angesprochen wurde aus der Runde auch die Behinderung seines früheren Lehrmeisters: Titus Haltiner ist querschnittgelähmt. Er wisse sich aber sehr gut zu helfen, zeigte sich Mauro Kühnis beeindruckt. Und auf die Ausbildung habe sich Haltiners Behinderung nicht ausgewirkt: «Die Lehre war streng, aber auch sehr abwechslungsreich», bilanzierte Kühnis, «es gab praktisch jeden Tag etwas Neues zu lernen.»

Die eigenartig anmutende Einschränkung des Förderpreises des Rotary-Clubs Rheintal auf Lehrberufe, welche SFS nicht anbietet, rührt daher, dass SFS selbst einen Lehrlingspreis vergibt – eben für die besten Absolventen in jenen Berufen, die sie selbst ausbildet, wobei die Lehrlinge die Lehre nicht zwingend in einem SFS-Betrieb gemacht haben müssen.

Zur Förderung der Berufsbildung im Allgemeinen richtet der Rotary-Club seit bald 20 Jahren ergänzend einen weiteren Förderpreis aus für den besten Lehrling aus allen andern Lehrberufen. Das Einzugsgebiet ist analog jenem für die Vergabe des Lehrlingspreises der SFS definiert: Als Preisträger kommt in Frage, wer seine Lehre in einem Betrieb im Gebiet zwischen Rüthi-Lienz und Thal oder im Appenzeller Vorderland einschliesslich Oberegg gemacht hat.

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