Altstätten/Berneck
Eine musikalische Weltreise beim Akkordeon-Konzert erlebt

Der Akkordeon-Club Altstätten/Berneck und die Örgeliquetscher gaben ein stimmungsvolles Kirchenkonzert.

René Jann
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Unter der Leitung von Petra Rieger wussten der Akkordeon-Club Altstätten / Berneck und die Örgeliquetscher von Eliane Segmüller, das Publikum zu begeistern.

Unter der Leitung von Petra Rieger wussten der Akkordeon-Club Altstätten / Berneck und die Örgeliquetscher von Eliane Segmüller, das Publikum zu begeistern.

Bild: René Jann

Am Sonntagabend hiess Markus Benz in der gut besetzten evangelischen Kirche von Altstätten zum traditionellen Kirchenkonzert willkommen. Bereits beim rockigen Beginn mit dem Medley «The Blues Brothers» schwappte die mitreissende Rhythmik auf das Publikum über.

Dann aber war es Sandra Seitz, die für einmal ihr Akkordeon mit dem Mikrofon tauschte und beim «Viver senza tei» als gewiefte Leadsängerin in der Gunst der Zuhörerschaft stand. Ihr Gesang wurde vom Akkordeonorchester gefühlvoll begleitet, was vor allem in den Piano- und Forte-Passagen schön zur Geltung kam. Grosser Applaus war dem Orchester unter der Leitung von Petra Rieger und ihrer Sängerin gewiss. Volkstümlich pendelte das Orchester im «SwissSka» bald zwischen dem Tessin und dem Berner Oberland hin und her, wobei immer wieder «‘s Vogel-Lisi» durchschimmerte, um danach alsbald in die südländische Melodik abzukehren.

Glanzvoller Gastauftritt der Örgeliquetscher

Mit grosser Spannung wurden Eliane Segmüllers Örgeliquetscher erwartet, die mit lüpfiger Volksmusik aufwarteten. Beim «Ruck-Zuck» kamen gezielt auch Löffeli zum Einsatz. Nach dem lüpfigen Wälzerli «Zyt zom heigoh» stellte die Formation im Musikstück «Fläschepost» sogar das selbst gebastelte und ob allen Tempowechseln virtuos gespielte Flaschenklavier vor. Der Applaus war lang anhaltend.

Weiter führte das Ensemble des Akkordeon-Clubs auf der musikalischen Weltreise zuerst nach Brasilien und begeisterte damit traditionellen Samba-Rhythmen. Dann ging es beschwingt mit typisch französischem Sound im Dreivierteltakt der Seine entlang nach Paris, um anschliessend im «Balkanfieber» durch die Weiten der Puszta zu streifen. Dabei wusste sich das sicher geführte Ensemble, getragen vom Schlagzeuger, bravourös zur Disharmonie im Schlussakkord zu steigern.

Im Schlussteil durfte Petra Rieger als Dirigentin ein Grossorchester mit Akkordeon-Club und Örgeliquetschern um sich scharen. Nach bündnerischer Melodik stachen die Musikerinnen und Musiker mit «Wellerman» in See. Bald klatschten bis zum letzten Besucher alle begeistert das wohlbekannte Seemannslied mit.

Stubete-Stimmung kam auf

Dann schnallte sich auch die Dirigentin ein Schwyzerörgeli um, um mit der Melodie vom «Örgelihuus» und danach als Zugabe noch mit «d’ Seel a chli lo bambala lo» – dies ob dem überaus grossen Applaus gleich zweimal – so richtig Stubete-Stimmung aufkommen zu lassen. Damit ging ein stimmungsvolles Kirchenkonzert zu Ende, das das Publikum aus der ganzen Region für den Ausfall im letz­ten Jahr sicher mehr als be­lohnte.

Eine weitere Aufführung des Akkordeon-Clubs Altstätten /Berneck findet am kommenden Sonntag, 21. November, um 17 Uhr, in der evangelischen Kirche in Berneck statt.

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