ALTSTÄTTEN: Zwei Jubiläen, ein grosses Festival

Die Röllelibutzen feiern 2019 gleich zwei Jubiläen. Aus diesem Anlass planen sie nun ein europäisches Kultur- und Brauchtumsfestival. Das OK informierte am Donnerstag über das Konzept und Besonderheiten des Festivals.

Damian Neuländner
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Die Organisatoren Alex Zenhäusern, Josef Ebnöther (Logogestaltung), Carlo Pinardi, Kuno Bont (Filmprojekt), Ferdi Segmüller (Buchprojekt), Andreas Winet und Ralph Dietsche präsentieren erstmals das Logo und drei Kostüme aus Italien, Griechenland und Belgien (v. l.). (Bild: Damian Neuländner)

Die Organisatoren Alex Zenhäusern, Josef Ebnöther (Logogestaltung), Carlo Pinardi, Kuno Bont (Filmprojekt), Ferdi Segmüller (Buchprojekt), Andreas Winet und Ralph Dietsche präsentieren erstmals das Logo und drei Kostüme aus Italien, Griechenland und Belgien (v. l.). (Bild: Damian Neuländner)

ALTSTÄTTEN. Vor rund 400 Jahren wurde der «Butz» erstmals erwähnt. Gleichzeitig feiern die Röllelibutzen 2019 ihr 100-jähriges Bestehen. Da diese beiden seltenen Jubiläen auf das gleiche Jahr fallen , gründete man ein OK und konzipierte unter dem Namen «europäisches Kultur- und Brauchtumsfestival» ein Fest.

Ziel des Festes ist es, der Bevölkerung bis weit über die Landesgrenzen hinweg die Kultur und das Brauchtum näherzubringen. Zudem soll mit dem Fest ein Austausch unter den Kultur- und Brauchtumsgruppen aus ganz Europa entstehen. Das OK um Präsident Alex Zenhäusern möchte durch das Fest viele Besucher ins Städtli locken und so den Standort Ostschweiz und im Besonderen Altstätten bekannter machen.

«Es ist keine Fasnacht»

Das Jubiläumsjahr beginnt bereits am 11. November 2018, zusammen mit dem Beginn der Fasnacht. Dann werden in Schaufenstern die verschiedenen Masken und Kostüme der Gruppen aus ganz Europa ausgestellt. Das eigentliche Fest startet drei Monate später, am Donnerstag, 14. Februar, mit einer Filmpremiere in der Schöntalhalle. Am Freitag werden die ersten Gastgruppen eintreffen, bevor sie dann übers Wochenende ihre Fasnachtskostüme und Masken den Besuchern in der Altstadt präsentieren. Das OK möchte zwischen 30 und 35 verschiedene Gruppen aus 19 europäischen Ländern ins Städtli holen. Zum Festabschluss am Sonntagnachmittag ziehen die Kultur- und Brauchtumsgruppen zusammen mit Musikvereinen durch Altstätten. «Es ist keine Fasnacht und auch keine Guggenveranstaltung», betont OK-Präsident Alex Zenhäusern. Die Fasnacht werde dann auch speziell sein, aber erst zwei Wochen nach dem Jubiläumsfest stattfinden, sagt er.

Die Organisatoren wollen nur «echte» Brauchtums- und Kulturgruppen ans Fest einladen. Eine weitere Bedingung ist, dass die eingeladenen Gruppen alle aus Europa kommen. Zudem dürfen sie nicht mit mehr Leuten anreisen, als in einem Car Platz finden. Man rechnet mit 50 Leuten pro Verein.

Unter den angefragten Gruppen sind auch zahlreiche Schweizer wie zum Beispiel die «Pschuurirolli» aus dem Bündnerland dabei. Die weiteren Gruppen kommen aus den Nachbarländern, aber auch beispielsweise aus Ungarn, Spanien oder Polen. Viele der angefragten Gruppen zeigen laut OK-Mitglied Andreas Winet bereits jetzt grosses Interesse. Durch die vielen Gruppen aus ganz Europa erhalten die Besucher einen Überblick über die europäische Fasnachtskultur.

Buch und Film illustrieren Fest

Neben den Feierlichkeiten entsteht sowohl ein von Fredi Segmüller lanciertes Buch als auch ein Film von Kuno Bont über die Röllelibutzen. Ferdi Segmüller möchte mit dem Buch Kultur unter die Leute bringen. Die Geschichte und die Bräuche der Röllelibutzen sollen den Lesern nähergebracht und der Einfluss der Altstätter Fasnacht auf den Kanton untersucht werden. Das Buch wird zur Hälfte mit Bildern illustriert. Da darin viele alte Bilder enthalten sein sollen, ist Ferdi Segmüller der Bevölkerung dankbar, wenn sie ihn mit einigen alten Bildern unterstützt.

In seinem Dokumentarfilm möchte Kuno Bont dem Publikum zeigen, wie die Röllelibutzen leben. Deshalb wird er bereits an der nächsten Hauptversammlung der Röllelibutzen mit der Kamera anwesend sein. «Dann sehen wir, ob die Butzen vor der Kamera nervös werden», sagt Bont.

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