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ALTSTÄTTEN: Ziel: Baubewilligung in einem Jahr

Bei der GV der Fernheizung Breite AG wurden die Aktionäre über die 2018 zu tätigende Sanierung der Heizzentrale informiert. Der Verwaltungsrat erteilte den ersten Planungsauftrag für das Vorhaben.
René Jann
Verwaltungsratspräsident Jacques Sinz (l.) und Projektleiter Josef Sonderegger blicken der bevorstehenden Sanierung mit grosser Zuversicht entgegen. (Bild: j)

Verwaltungsratspräsident Jacques Sinz (l.) und Projektleiter Josef Sonderegger blicken der bevorstehenden Sanierung mit grosser Zuversicht entgegen. (Bild: j)

Nach der Begrüssung zur Generalversammlung stellte Jacques Sinz fest, dass die Verbindung zwischen dem Wärmeverbund der Fernheizung NRG Altstätten AG und der Fernheizung Breite AG über die Einspeisestation an der Städlenstrasse realisiert sei. Ein erster Testlauf habe am 23. Februar 2016 erfolgreich stattgefunden. Dabei habe es sich gezeigt, dass an einzelnen Stellen die Wasserdurchlaufmengen noch optimiert werden müssen. Weitere Tests seien nun in der laufenden Heizperiode bei Volllast vorgesehen.

In kurzen Worten würdigte Jacques Sinz die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder: Gertrud Riesen, Paul Studach und Paul Thür. Letzterer habe als engagierter Verwaltungsratspräsident die Geschicke der Fernheizung Breite AG seit 1994 erfolgreich geleitet. Der Verstorbenen wurde in einer Gedenkminute ehrend gedacht.

Sanierung eingeleitet: Wohl siebenstelliger Betrag

Jacques Sinz informierte, dass er sich zusammen mit den Verwaltungsräten William Canal und Erich Schmidheiny intensiv mit der Erneuerung der Fernheizzentrale in der «Höll» befasst habe. Es sei auch ein erster Planungsauftrag erteilt worden. Als Projektleiter sei Heizungsingenieur Josef Sonderegger betraut worden. Seit die Grenzwerte im Bereich der Rauchgasentwicklung nicht mehr der vorgegebenen Norm entsprechen, hat man auf die von den kantonalen Behörden festgesetzte Frist per 2018 die Sanierung ins Auge gefasst. Es müssten grössere Investitionen getätigt werden, um für weitere zehn bis fünfzehn Jahre die Fernwärmelieferungen im Städtchen sicherstellen zu können. Dabei gelte es, zwischen dem Wünschbaren und dem, was notwendig sei, abzuwägen. Auf die Summe der Investition wollte sich Josef Sonderegger noch nicht festlegen. Sicher aber könne man von einem Betrag in siebenstelliger Grössenordnung ausgehen. Bei der Erneuerung der Heizzentrale will man an der Holzenergie festhalten, mit der 95 Prozent der zu produzierenden Energie abgedeckt werden soll. Zur Überbrückung der Spitze und zur Absicherung von Ausfällen entschied man sich für den Brennstoff Öl. Nebst der Erneuerung der Kesselanlagen müssten auch bauliche Verbesserungen ins Auge gefasst werden. Zudem wird ein Wasserspeicher realisiert, um damit mit bis zu 20 Grad heissem Wasser die Spitze abdecken zu können. Anzupassen ist zudem der erste Leitungsabschnitt bei der Heizzentrale, der gegenüber dem übrigen Netz einen zu kleinen Leitungsquerschnitt aufweise. Ein anderer Standort für die Heizzentrale komme, so Verwaltungsratspräsident Jacques Sinz, nicht in Frage. Sinz rechnet damit, bis in einem Jahr die Baubewilligung vorlegen zu können.

Seriöse Basis geschaffen

Um die kostspielige Sanierung angehen zu können, wurden seit einiger Zeit finanzielle Reserven geschaffen. So konnte auch im Rechnungsjahr 2015/16 eine ausserordentliche Rückstellung von 125 000 Franken verbucht werden. Positiv dazu beigetragen hatte unter anderem der um 21,6 Prozent höhere Ausstoss von 4982 Megawattstunden. Der Energieverkauf lag um nahezu 24 Prozent über jenem vom Vorjahr. In der Position Unterhalt der Anlagen wird zudem ein ausserordentlicher Ertrag von 44 666 Franken ausgewiesen, resultierend aus dem Nettoertrag diverser Anschlussgebühren. Zudem konnten die mobilen Sachanlagen um 60 000 Franken abgeschrieben werden. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von 10 099 Franken. Zusammen mit dem Bilanzgewinn aus dem Vorjahr konnte Jacques Sinz den Aktionären 19 631 Franken zur Verteilung beantragen: 2000 Franken Zuweisung an allgemeine gesetzliche Reserven und 17 631 Franken Bilanzgewinnvortrag auf die neue Rechnung. Das Budget sieht bei einem normalen Winterverbrauch mit einem Bruttogewinn von 374 500 Franken einen Betriebscashflow von 167 300 Franken und einen Jahresgewinn von 15 300 Franken vor.

Die Aktionärsfamilie, die am Donnerstagabend 496 Aktienstimmen vertreten hatte, hiess den Geschäftsbericht, die Bilanz und die Jahresrechnung sowie die vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns einstimmig gut und erteilte dem Verwaltungsrat einstimmig Entlastung. Mit einem Dank an Betriebsleiter Hanspeter Meier für den Unterhalt und die Betreuung der Fernheizung sowie an Ruedi Bartholet und Stefanie Hofstetter von der Rhenum Treuhand AG für die umsichtig geführte Geschäftsleitung lud Verwaltungsratspräsident Jacques Sinz zum «Dividenden-Znacht» mit gemütlichem Beisammensein ein.

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