ALTSTÄTTEN: Zeichen des Vertrauens

Ein wuchtiges Ja zu einem neuen Hallenbad und ein fast ebenso wuchtiges Nein zu einem zusätzlichen Wellnessbereich hat die Altstätter Abstimmung gebracht.

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Altstätten als Standortgemeinde eines regionalen Hallenbades hat eine «erste Weichenstellung» vorgenommen, wie die Stadt in ihrer Mitteilung zum Abstimmungsergebnis schreibt. (Bild: Gert Bruderer)

Altstätten als Standortgemeinde eines regionalen Hallenbades hat eine «erste Weichenstellung» vorgenommen, wie die Stadt in ihrer Mitteilung zum Abstimmungsergebnis schreibt. (Bild: Gert Bruderer)

Die Altstätter Stimmberechtigten haben ein klares Zeichen gesetzt. Obschon die Stadt als Standortgemeinde 60 Prozent der Kosten zu übernehmen und zudem das Grundstück in den noch zu bildenden Zweckverband einzubringen hat, sagten fast vier von fünf Altstättern Ja zu einem neuen regionalen Hallenbad in Altstätten. Damit auch die anderen Gemeinden des oberen Rheintals mitmachen und im Frühjahr an ihren Bürgerversammlungen Ja sagen, war das deutliche Signal aus Altstätten nötig.

Das Ja ist auch ein Ausdruck des Vertrauens in den Stadtrat. Selbst die etwas tiefe Stimmbeteiligung von 36,1 Prozent lässt sich zugunsten des Hallenbad-Projekts deuten. Zumal das Projekt in der breiten Öffentlichkeit nicht umstritten war, dürften viele Einheimische eine eigene Beteiligung nicht als «nötig» erachtet haben.

Gert Bruderer

gert.bruderer@rheintalmedien.ch

Wuchtiges Ja zu neuem Hallenbad

1979 Bürgerinnen und Bürger haben für ein neues regionales Hallenbad in Altstätten gestimmt, 509 sprachen sich dagegen aus. Dieses Ergebnis entspricht einem Ja-Stimmenanteil von 77,9 Prozent.

Fast ebenso deutlich, mit einem Nein-Stimmenanteil von 77,5 Prozent, lehnten die Altstätter Stimmberechtigten den Zusatzantrag ab: ein Wellnessbereich, den die Stadt selbst bezahlen müsste, ist unerwünscht.

Die Stimmberechtigten sind damit den Empfehlungen des Stadtrats gefolgt.

Als Nächstes stimmen die anderen ab

Als Nächstes werden nun die Gemeinden Rüthi, Oberriet, Eichberg, Marbach und Rebstein an ihren Bürgerversammlungen im März oder April darüber abstimmen, ob sie sich an einem re­gionalen Hallenbad im Rahmen eines Zweckverbandes beteiligen wollen. Sie hätten gemeinsam 40 Prozent der Kosten zu tragen, ­wobei Altstätten zusätzlich das Grundstück in den Zweckverband einbringt.

Nur wenn alle Gemeinden Ja sagen, kann der Zweckverband gegründet und das neue regionale Bad gebaut werden. In diesem Fall ginge es so weiter: Wohl noch 2018 würde die Baubewilligung eingeholt und im Frühjahr 2019 das bestehende Altstätter Hallenbad abgebrochen. Die Eröffnung des neuen Bades könnte gegen Ende 2020 stattfinden.

Gert Bruderer