ALTSTÄTTEN: Windkraftwerkprojekt an der Rhema

Zwei Windturbinen möchte die Appenzeller Wind AG zwischen Landmark und St. Anton auf Boden der Rhode Kornberg bauen. Die Initianten präsentierten das Projekt an der Rhema.

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Adalbert Hospenthal, Verwaltungsratspräsident der Appenzeller Wind AG, gerät schnell in Feuer, wenn er von dem Windkraftprojekt ob Altstätten erzählt. (Bild: Max Tinner)

Adalbert Hospenthal, Verwaltungsratspräsident der Appenzeller Wind AG, gerät schnell in Feuer, wenn er von dem Windkraftprojekt ob Altstätten erzählt. (Bild: Max Tinner)

«Die Rheintaler sollen wissen, was es für sie bedeutet, wenn wir die zwei Anlagen bauen», erklärt Adalbert Hospenthal, Verwaltungsratspräsident der Appenzeller Wind AG, seine Präsenz an der Rhema. Denn mit einer Nabenhöhe auf 135 Metern und dem Scheitelpunkt der sich drehenden Rotoren auf fast 200 Metern über Terrain wären die Windräder auch aus dem Rheintal gut zu sehen. Grossformatige Visualisierungen veranschaulichten dies.

Zur Freude Hospenthals war das Interesse gross. Und geschätzte 70 % der Leute, die an den Stand kamen, hätten das Projekt befürwortet, sagt er. Von jenen, die sich dagegen äusserten, seien die wenigsten wegen des Landschaftsbilds besorgt; sie seien eher der Meinung, das Projekt bringe zu wenig.

Adalbert Hospenthal ist freilich anderer Ansicht. Der Standort sei besser geeignet als die Jurahöhen oder der Haldenstein, wo schon Windkraftanlagen in Betrieb sind. «Wir können den Wind aus drei Richtungen nutzen, und das bis zu einer Windgeschwindigkeit von 126 km/h – das ist Orkanstärke!», schwärmt er. 12 % des Strombedarfs Appenzell Innerrhodens sollen die beiden Anlagen dereinst decken. Rund 20 Mio. Franken wird es kosten, sie zu bauen. Eine Investition, die sich laut Hospenthal rechnet. Er geht von einer Rendite von 5 % auf dem investierten Kapital aus.

Vor kurzem hat die Appenzeller Wind AG den Behörden den Bericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung abgegeben. Adalbert Hospenthal hofft, noch dieses Jahr das Baugesuch einreichen zu können. Falls es keine Einsprachen gibt, könnte Ende 2018 mit dem Bau der Zufahrt zum Bauplatz begonnen werden, und im Verlauf des Jahres 2019 würden innert sechs Monaten die eigentlichen Windenergieanlagen gebaut. Dies übrigens ab einem Zwischenlager in Berneck. Gegen Ende 2019 könnten die Anlagen dann die Stromproduktion aufnehmen.

Allerdings hat sich in den letzten Monaten eine ganze Reihe Anwohner, die gegen das Projekt sind, in einer Interessengemeinschaft organisiert. Hospenthals Terminplanung dürfte damit etwas gar optimistisch sein.

Max Tinner

Hinweis

Auf der Homepage der Appenzeller Wind AG kann man sich Visualisierungen ansehen, die zeigen, wie die Windkraftanlagen von Altstätten und von andern Orten im Rheintal aus zu sehen wären: www.appenzellerwind.ch/projekt-oberegg/fotomontagen/