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ALTSTÄTTEN: Widerstand am Hang

Seit bald zwei Jahrzehnten ist die Stadt bestrebt, fünf Hektaren Wiese am Ruppen in ein Wohngebiet umzuwandeln. Genauso alt ist der Widerstand. Aber die Zahl der Gegner ist auf einen geschrumpft.
Gert Bruderer
Blick von der Rathaus-Terrasse aufs Gebiet Biser-Donner-Blatten. Es liegt unmittelbar hinter dem Altstätter Spital und erstreckt sich unterhalb der Trogenerstrasse als Landstreifen in Richtung Waldpark. (Bild: Gert Bruderer)

Blick von der Rathaus-Terrasse aufs Gebiet Biser-Donner-Blatten. Es liegt unmittelbar hinter dem Altstätter Spital und erstreckt sich unterhalb der Trogenerstrasse als Landstreifen in Richtung Waldpark. (Bild: Gert Bruderer)

Gert Bruderer

Dieser Gegner wehrt sich beharrlich. Pius Huber, Landwirt am westlichen Ende des grossen Gebietes, ging bis vor Bundesgericht, verlor, hat aber nicht aufgesteckt. Nach dem vergeblichen Kampf gegen Teilzonenplan und Erschliessungsstrassen wehrt er sich nun gegen Landbewertung und Kostenverteilung, wozu das Verwaltungsgericht sich als nächstes zu äussern hat. Sofern auch dieses Verfahren das Bundesgericht beschäftigen wird, tut sich am Ruppen in dieser Sache vor 2020 wohl nichts.

Der Wunsch der Stadt ist es nach wie vor, das grosse Plan­gebiet, das sich direkt oberhalb des Spitals nach Nordosten erstreckt, als neues Wohnquartier zu nutzen.

Ziel ist ein neues Wohnquartier am Hang

Was für Lüchingen das weitgehend bebaute Gebiet Wanne-Locher ist, wäre für Altstätten, wenn auch nur gut halb so gross, das Gebiet Biser-Donner-Blatten. Hier wie dort liegen die Grundstücke am Hang, hier wie dort war oder ist der beschrittene Weg der Behörden beschwerlich und lang.

Die Erschliessung am Ruppen erfolgt von drei Seiten: aus Richtung Spital, vom Blatten her sowie ab der Trogenerstrasse, von wo eine neue Strasse im spitzen Winkel 300 Meter weit ins neue Wohnquartier hineinführen soll. Diese Strasse, die auch von ihm Boden beansprucht, ist Pius Huber ein Dorn im Auge. Er beklagt nicht nur die hohen Kosten, die ihm entstünden, er bestreitet ausserdem das öffentliche Interesse am Vorhaben der Stadt und namentlich an der geplanten Erschliessungsstrasse, die schräg gegenüber seinem Wohnhaus ihren Anfang nähme.

Huber: «Neun Hektaren sind’s nie und nimmer»

Anstoss nimmt der Landwirt daran, dass von neun Hektaren die Rede ist. Dies ist die Fläche, die sich innerhalb der Gebietsumgrenzung befindet und die seit dem März 2004 rechtskräftig ist. Bebauen lasse sich viel weniger, sagt Huber, was natürlich zutrifft; fünf Hektaren dürften es ungefähr sein. Unter Berücksichtigung von einzuhaltenden Gewässer- und anderen Abständen wird das vorhandene Bauland sich in mindestens 50 (ziemlich stattliche) Parzellen aufteilen lassen.

Unter den Eigentümern ist die Stadt mit knapp 1,6 Hektaren Land stark vertreten; nach Abzug der Fläche vor allem für Strassen und Wege verbleiben der Stadt noch gut 11000 Quadratmeter, aus denen sich – grob gerechnet –15 Bauplätze gewinnen lassen.

Zehn Jahre «Pause» für die Stadt

Für die Stadt waren die ganzen Verfahren (Festlegung der Gebietsumgrenzung, Teilzonen- und andere Pläne) zu Beginn des Jahres 2010 fürs Erste erledigt. Seither beschäftigten sich verschiedene Instanzen wie das kantonale Baudepartement, die Verwaltungsrekurskommission, das Verwaltungsgericht und das Bundesgericht mit der Sache.

Sollte die Stadt in zwei, drei Jahren als Siegerin aus dem Verfahren hervorgehen, würde sie die Erschliessung planen. Am Anfang stünde ein Kreditbegehren, über das die Bürger zu befinden hätten. Die Stadtverantwortlichen hätten sich nach einem Jahrzehnt «Pause» wieder in das Thema zu vertiefen und die aus dem Jahr 2007 stammenden Zahlen auf den aktuellen Stand zu bringen.

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