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ALTSTÄTTEN: Weg zum neuen Diogenes ist frei

Der Vorstand beantragte anlässlich der «Diogenes»-Hauptversammlung die Weiterverfolgung des Projektes «Diogenes-Theater in der Prestegg». Nur zwei Enthaltungen standen der überwältigenden Zustimmung gegenüber.
Max Pflüger
Im Nordflügel (rot umrahmt) soll der Theatersaal zu liegen kommen, im Durchgang zur Gerbergasse (blau umrahmt) soll der gemeinsame Eingang für Museum und Theater realisiert werden. (Bild: Max Pflüger)

Im Nordflügel (rot umrahmt) soll der Theatersaal zu liegen kommen, im Durchgang zur Gerbergasse (blau umrahmt) soll der gemeinsame Eingang für Museum und Theater realisiert werden. (Bild: Max Pflüger)

ALTSTÄTTEN. Diskutiert wurde allerdings engagiert. Vor allem ehemalige Vorstandsmitglieder, Präsidentinnen und Präsidenten tun sich mit dem Auszug aus der alten Diogenes-Heimat an der Kugelgasse schwer. Co-Präsident Michel Bawidamann gelang es jedoch, die Anwesenden von den Zukunftschancen zu überzeugen und so den Weg für die Weiterentwicklung des Projektes freizumachen.

Nach einer Winzerrösti und umrahmt von Auftritten der Widnauer Girl-Band Tonic Scale und der Zauberin «magic warrior», Rebecca Bolt, wählten die rund 130 anwesenden Mitglieder als Nachfolgerin der nach vier Jahren zurückgetretenen Katharina Müller, St. Margrethen, die Heerbruggerin Erika Studach in den Vorstand.

Synergien nutzen

Bereits im Februar hatte Diogenes-Co-Präsident Michel Bawidamann anlässlich einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung das Projekt vorgestellt («Rheintaler» und «Volkszeitung» vom 17. Februar). Am Mittwochabend ging er noch einmal ausführlich auf alle Punkte des Projekts ein.

Die Frage, wie es mit dem Kleintheater weitergeht, beschäftigt den Diogenes-Verein schon länger. Die Verhältnisse an der Kugelgasse sind beengend, vor allem fehlt eine ausreichende Belüftung. Die Sanierung des Hauses ist dringlich und der dreissigjährige Mietvertrag zwischen Theater und Stadt ist ausgelaufen.

Ein Umzug in die Prestegg wäre nach Ansicht des Diogenes-Vorstands für alle ein Gewinn. Mit einem sanierten Schloss Prestegg, dem Museum und dem Theater Diogenes würde so im Städtchen «ein Leuchtturm der Kultur» entstehen.

Noch kein konkretes Projekt

Ein konkretes Projekt konnte Michel Bawidamann indes noch nicht vorlegen. Viele Mitspracheberechtigte werden mitreden: Die Stadt, der Museumsverein, Heimat- und Denkmalschutz, dazu potenzielle Geldgeber wie Kulturstiftungen und Lotteriefonds.

Angedacht ist der Einbau des Theaters im Erdgeschoss des Nordflügels in der heutigen Bar. Ausserdem soll der Durchgang in die Gerbergasse geschlossen werden. Hier soll der gemeinsame Eingang für Museum und Theater entstehen. Beschlossen ist jedoch noch gar nichts, und der Verbleib des Diogenes in der Kugelgasse ist nach wie vor auch eine Option.

Der Vorstand konnte daher auch gar keinen konkreten Bau- oder Kreditantrag stellen, sondern lediglich einen Antrag auf die «Weiterverfolgung Diogenes-Theater in der Prestegg». Diesem stimmten die anwesenden Mitglieder bei zwei Enthaltungen ohne Gegenstimme zu.

Forderungen an den Vorstand

Neben dem Ausdruck des Bedauerns über den Weggang des Theaters aus der Kugelgasse waren in der Diskussion vor allem die Forderung nach der freien Benutzung des Theater-Gartens sowie die Forderung nach einem Architektenwettbewerb. Ein solcher bringe immer unterschiedliche Anregungen und Inputs und sei damit ein wichtiger Bestandteil der Planung, sagte Diogenes-Mitbegründer Philipp Schöbi.

Auch die finanzielle Lage wurde angesprochen. So müsse der Mietpreis in der Prestegg nachverhandelt werden. Und auch der Erwerb im Stockwerkeigentum als Alternative zur Miete müsse noch einmal in Betracht gezogen werden.

Michael Bawidamann nahm die Einwände zur Kenntnis und versprach, diese zusammen mit den anderen Verhandlungspartnern nochmals zu diskutieren.

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