Altstätten vorwärts bringen

ALTSTÄTTEN. Er komme sich manchmal vor wie ein Jongleur, dem dauernd weitere Bälle zugeworfen werden, meinte Stadtpräsident Ruedi Mattle in seiner Neujahrsansprache im Museum Schloss Prestegg.

Max Tinner
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Frontalunterhaltung: Der Jugendpopchor der Musikschule oberes Rheintal, hier mit Tabea Dietsche als Solistin, sang zur Neujahrsbegrüssung von Stadt und Verkehrsverein Altstätten im Museum Schloss Prestegg. (Bild: Max Tinner)

Frontalunterhaltung: Der Jugendpopchor der Musikschule oberes Rheintal, hier mit Tabea Dietsche als Solistin, sang zur Neujahrsbegrüssung von Stadt und Verkehrsverein Altstätten im Museum Schloss Prestegg. (Bild: Max Tinner)

Was wäre, wenn es letzten Sommer nicht so stark geregnet und im Weidest der Hang nicht abgerutscht wäre? Was wäre, wenn Altstätten nicht mit den anderen Gemeinden im oberen Rheintal ein neues Stromreglement erarbeitet hätte, das dann in die Kritik geriet? Was wäre, wenn bei der Arbeitsvergabe für das neue Rathaus nicht auswärtige Bauunternehmer das günstigste Angebot gemacht hätten, sondern einheimische?

Es ist, wie es ist

Zurückzuschauen und sich zu fragen, was wäre wenn, bringe nicht viel, meinte Stadtpräsident Ruedi Mattle in seiner Neujahrsansprache im Museum Schloss Prestegg. «Es ist, wie es ist», betonte er, «Aufgabe der Politik ist es, nach vorne zu schauen.» Er komme sich allerdings manchmal vor wie ein Jongleur, dem immer wieder zusätzliche, neue Bälle zugeworfen werden.

Während des Wahlkampfs sei ein düsteres Bild von Altstättens Zukunft gezeichnet worden. Er nehme sich davon nicht aus, meinte Mattle. Nach einem Jahr im Amt müsse er aber sagen, dass es um Altstätten nicht gar so schlimm bestellt sei. In diesem Jahr habe er viele Leute kennenlernen dürfen, die gewillt seien, ihren Teil dazu beizutragen, um Altstätten vorwärts zu bringen. Der Stadtrat habe sich intensiv Gedanken zur Zukunft der Gemeinde gemacht und Visionen skizziert, die er mit der Bevölkerung noch verfeinern möchte.

Finanzkraft ausgleichen

Sorgen machen Mattle hingegen die Finanzen. «Solange eine Familie mit einem steuerpflichtigen Einkommen von 100 000 Franken in Altstätten dermassen mehr Steuern abliefern muss als in Balgach, stimmt etwas nicht», meinte er. Altstättens Stadtpräsident wünschte sich darum auch in finanziellen Belangen eine stärkere regionale Zusammenarbeit.

Pastoralassistent Peter Legnowski äussert sich aus seelsorgerischer Sicht zum Jahreswechsel und machte dem Stadtpräsidenten Mut: «Ich bin zuversichtlich, dass Altstätten seine Probleme bewältigt.» Nicht zuletzt mit Hilfe jener, die sich Altstätten nach wie vor verbunden fühlen. Er begegne täglich solchen.

Solche waren es auch, die der Einladung des Verkehrsvereins zur Neujahrsbegrüssung im Museum Schloss Prestegg gefolgt waren. Im Namen des Vorstands wünschte Wolfgang Kessler allen fürs Jahr 2014 Glück, Frieden, Erfolg und beste Gesundheit. Musikalisch umrahmte der Jugendpopchor der Musikschule Oberrheintal unter der Leitung von Jean-François Morin den Anlass.