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ALTSTÄTTEN: Vorläufig keine Einzonung im Widen

Zwischen Rhyboot-Werkstätten und Rietaach ist die letzten Wochen eine Entwässerungsleitung gebaut worden. Das hier geplante neue Gewerbebauland wird es bis auf Weiteres allerdings nicht geben.
Max Tinner
Die Erschliessung des Gewerbegebiets Widen Ost ist blockiert. Die letzten Wochen wurde lediglich eine Regenwasserleitung ab der Bleichestrasse zur Rietaach gebaut. Sie wurde allerdings so gross dimensioniert, dass sie auch noch für den Anschluss des Gewerbegebiets genügt. (Bild: Max Tinner)

Die Erschliessung des Gewerbegebiets Widen Ost ist blockiert. Die letzten Wochen wurde lediglich eine Regenwasserleitung ab der Bleichestrasse zur Rietaach gebaut. Sie wurde allerdings so gross dimensioniert, dass sie auch noch für den Anschluss des Gewerbegebiets genügt. (Bild: Max Tinner)

Max Tinner

Der Kanton hat der Stadt Altstätten – zumindest vorläufig – einen Strich durch die Rechnung gemacht. Auf die knapp 6,2 Hektaren Wiesland zwischen den neuen Rhyboot-Werkstätten und dem Südring (der Umfahrungsstrasse) werden bis auf Weiteres keine Gewerbe- und Industriebauten gestellt. Das neue kantonale Planungs- und Baugesetz, das im Oktober 2017 in Kraft getreten ist, lässt dies momentan nicht zu.

Regionale Koordination im Agglomerationsprogramm

Grössere Einzonungen für Gewerbe und Industrie seien nun regional abzustimmen, erklärt Stadtschreiberin Beatrice Zeller. Die freien Bauzonen dürfen nicht grösser sein als der voraussichtliche Bedarf während der nächsten 15 Jahre. Zwar gebe es verschiedene Interessenten, die hier im Gebiet Widen Ost gerne bauen würden, sagt Zeller. Weil aber offen sei, wann das Gebiet eingezont und erschlossen werden könne, lasse sich zurzeit nicht sagen, wann die Flächen verkauft und zur Überbauung freigegeben werden könnten. Die angesprochene Koordination über die Gemeindegrenzen hinweg soll im Rahmen des Agglomerationsprogramms Rheintal erfolgen.

Der Grossteil der Fläche, gut 4,8 Hektaren, ist schon länger im Eigentum der Stadt Altstätten. Die 1,3 Hektaren zur Kriessern­strasse hin konnte die Stadt vor zwei Jahren von der Rhode Stadt und Vorstadt dazu kaufen, nachdem die Bürgerversammlung vom Mai 2016 ihren Segen dazu gegeben hatte. Vorgesehen war da, noch im selben Jahr den Projektierungskredit für die Erschlies­sung einzuholen und heuer den Kredit für die eigentliche Erschliessung. 2019 hätten die Bagger auffahren sollen; und ab 2020 hätten dann erste Unternehmen Boden kaufen und ihn überbauen können. Dies verschiebt sich nun alles auf unbestimmte Zeit.

Selbst wenn das Gebiet Widen Ost momentan nicht eingezont werden kann, arbeitet die Stadt doch weiter darauf hin. Für den Stadtrat bleibe die Ein­zonung «mittelfristig . . . ein vordringliches Ziel», heisst es im aktuellen Jahresbericht zuhanden der Bürgerversammlung vom 8. Mai. Der Stadtrat möchte auf diesem Areal nicht zuletzt be­-reits ansässigen Unternehmen eine Möglichkeit zur Entwicklung bieten. In die Wege geleitet wurde bereits eine Verlegung der Grundwasserschutzzone Aach. Dies ist (nebst der Zustimmung der Region via Agglomerationsprogramm) eine Voraussetzung für die Einzonung. Die Auflage dazu stehe nächstens an, sagt Stadtschreiberin Zeller.

Leitung für Entwässerung der Bleichestrasse

Auch ohne Einzonung sah man die letzten Wochen bereits Bagger bei Grabarbeiten. Diese Arbeiten hatten allerdings nur indirekt mit der möglichen künftigen Erschliessung des Areals zu tun. Man hat vielmehr eine zusätzliche Leitung gebaut, die das Regenwasser ab der Bleichestrasse (ab der Zufahrt zu den Rhyboot-Werkstätten) zur Rietaach ableitet. Es wurden aber grad schon so grosse Rohre verlegt, dass sie auch für die Regenentwässerung des Gewerbegebietes genügen würden.

Eine lästige Leitung wird fürs Rhyboot zum Glücksfall

Wird das Gewerbegebiet Widen Ost erschlossen, gilt es nicht nur auf die kürzlich gebaute Regenwasserleitung Rücksicht zu nehmen, sondern auch auf einen Leitungsstrang, der weiter westlich zur Kläranlage hinaus führt. Wegen ihres minimalen Gefälles kann die Leitung nicht ohne Weiteres verlegt werden. Wäre dem nicht so und die Abwasserleitung würde mit der Erschliessung des Gewerbegebietes dennoch verlegt, griffen sich die Mitglieder der Baukommission des Rhyboot-Neubaus vermutlich ungläubig an den Kopf. Für den Bau der Werkstätten hatte sich Rhyboot nämlich an die Auflage zu halten, dass die Leitung nicht überbaut werden durfte, dass also um die Leitung herum gebaut werden musste. Dies führte zu der aufwendigen zweiflügeligen Architektur mit dem grossen Innenhof, welchen unter dem Boden eben besagte Leitung quert.

Im Nachhinein möchte man im Rhyboot diesen Innenhof aber nicht mehr missen, hiess es kürzlich anlässlich der Auszeichnung des Neubaus mit dem «Herkunftszeichen Schweizer Holz». Er wird als wertvolle Bereicherung empfunden. (mt)

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