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ALTSTÄTTEN: Unternehmerinnen festigen ihr Netzwerk

Der zweite Event für Unternehmerinnen aus dem Rheintal war wieder ein grosser Erfolg. Über 60 Frauen folgten der Einladung der Initiantin Simone Mächler-Fehr ins WZR Rorschach-Rheintal.
Unternehmerinnen unter sich (vorne v. l.) Andrea Cristuzzi, Camilla Fischbacher, Nina Burri und Stephanie Märklin. (Bild: Silvana Russi)

Unternehmerinnen unter sich (vorne v. l.) Andrea Cristuzzi, Camilla Fischbacher, Nina Burri und Stephanie Märklin. (Bild: Silvana Russi)

Bei der Premiere im letzten Jahr stand noch am gleichen Abend fest: Der Event für Unternehmerinnen aus dem Rheintal ist ein Bedürfnis und muss unbedingt wieder stattfinden. Am Donnerstag war es so weit. Über 60 Frauen aus den unterschiedlichsten Branchen und in den verschiedensten Phasen ihres Wirkens nahmen am Anlass im Weiterbildungszentrum Rorschach-Rheintal teil: Start-uperinnen, Selbstständige mit Teilzeitpensen und Kindern, Geschäftsinhaberinnen von namhaften Rheintaler Unternehmen oder solche, die im Betrieb ihres Mannes oder ihrer Familie mitarbeiten.

Da traf also die Fotografin auf die Innenarchitektin, die Treuhänderin auf die Goldschmiedin und die Inhaberin des vegi-veganen Lokals auf die Marketingfrau. Das gab spannende Begegnungen und viel Stoff für Gespräche. Was natürlich rege benutzt wurde, denn das Knüpfen von Kontakten, die Pflege und das Festigen des Unternehmerinnen-Netzwerkes ist ein wesentlicher Bestandteil des Anlasses.

Vier interessante Frauen referierten

Ein weiterer sind die Referate von weiblichen Persönlichkeiten. Diese werden jeweils von der Ini­tiantin des Anlasses eingeladen, von Simone Mächler-Fehr aus Altstätten, die als Inhaberin der fehr agentur für Marketing GmbH auch selber Unternehmerin ist. Diesmal waren es Ste­phanie Märklin von Manufaktur N°1 in Rheineck; Andrea Cristuzzi, Geschäftsleiterin der Cristuzzi Immobilen-Treuhand AG in Widnau; Camilla Fischbacher vom St. Galler Textilunternehmen Christian Fischbacher sowie Nina Burri, Schweizer Kontorsionistin («Schlangenfrau»), Tänzerin und Model. Sie alle redeten locker, offen und zum Teil witzig über ihren beruflichen Werdegang. So gab es zum Beispiel viel zu lachen, als Andrea Cristuzzi berichtete, dass sie eigentlich nie und nimmer im Unternehmen des Vaters arbeiten wollte.

«Ich habe mich als Kind immer genervt, dass es überall und immer um die Firma ging. Sogar am Wochenende, wenn andere mit den Eltern in die Badi gingen, schauten wir Baustellen an.». Und sie erzählte, warum sie später dann aber trotzdem in die Fussstapfen des Vaters trat und sich zusammen mit ihrem Mann Daniel Romer in die Firma einkaufte und sich seither mit ihm auch die Geschäftsleitung teilt – in dritter Generation. «Mit 30 Mitarbeitenden, als Tochter vom Chef und neu im Betrieb war und ist das nicht immer einfach», gestand sie und gab auch offen zu: «Heute ist auch bei uns die Firma das Lebensthema – aber es ist keine Belastung, denn wir pflegen unseren Ausgleich bewusst, unter anderem im guten Kollegenkreis.» Gespannt lauschten die vielen Rheintaler Unternehmerinnen den Ausführungen der Referentinnen.

Ziel im Auge behalten

So unterschiedlich die vier Frauen und ihre Karrieren sind, eines haben sie gemeinsam: Sie hatten eine Idee, liessen diese reifen und verfolgten dann beharrlich ihr Ziel. Auch wenn der Weg dorthin manchmal steinig war und vielleicht eine scharfe Kurve sogar dafür sorgte, dass sie dann doch an einem anderen Ort landeten als geplant – aber an einem, an denen es ihnen gefällt. Simone Mächler-Fehr moderierte «ihren Anlass» souverän und führte empathisch durch den Abend. Sie wollte von den Referentinnen u. a. wissen, was sie antreibt, welches ihre Erfolgsrezepte und Kraftquellen sind. Obschon die Antworten unterschiedlich ausfielen, hatten sie eine gemein­same Kernaussage: Die Leidenschaft, mit der sie ihre Arbeit tun, erfüllt, macht Freude und gibt Kraft. Und wenn sie für ihr Produkt, ihre Darbietung, ihre Dienstleistung oder ihr Engagement ein positives Echo bekommen, ist das Erfolg. Und Erfolg gibt auch Power.

Gestärkt in den Genuss

Mit diesen Erkenntnissen im Gepäck gingen die Teilnehmerinnen gestärkt zum gemütlichen Teil in bezauberndem Ambiente über. Auf der Fensterbank flackerte ein Lichtermeer und es wurden leckere Häppchen sowie ein guter Tropfen gereicht. So liess es sich plaudern und netzwerken. Übrigens, dank der engagierten Sponsorensuche der Initiantin Simone Mächler-Fehr war der Anlass für die Besucherinnen kostenlos. Dafür, und für den in allen Belangen gelungenen Abend gab es denn auch einen warmen Applaus.

www.unternehmerinrheintal.ch

Cécile Alge

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