ALTSTÄTTEN: Überraschung für die Finder

Vielleicht erst in hundert Jahren wird jemand beim Umbau oder Abbruch der «Rhyboot»- Werkstätten auf den gut versteckten Grundstein stossen. Er enthält Überraschendes.

René Schneider
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Baukommissionspräsident Meinrad Gschwend steckt in die gut gefüllte Box vor dem Verkleben und Einmauern zwei tagesaktuelle Zeitungen. (Bild: René Schneider)

Baukommissionspräsident Meinrad Gschwend steckt in die gut gefüllte Box vor dem Verkleben und Einmauern zwei tagesaktuelle Zeitungen. (Bild: René Schneider)

ALTSTÄTTEN. Der Verein Rhyboot gestaltete die traditionelle Grundsteinlegung am Freitagmorgen besonders stimmungsvoll. Eine kleine Panne tat der Feier keinen Abbruch. Die «Rhyboot»-Werkstätten beim Kreisel an der Strasse von Altstätten Richtung Kriessern werden ab Mitte 2017 etwa 200 Arbeitsplätze bieten: 130 für Menschen mit einer Behinderung, 60 für Betreuerinnen und Betreuer und etwa zehn in der Verwaltung. Sechs Mitarbeitende der Institutionen Widen, Union und Jung Rhy legten eigene Zeugnisse in die Blechbox: Montage-Artikel, Zeichnungen, Bastelarbeiten, darunter eine schön verzierte Kerze. Die Architekten und Vertreter der Rhyboot-Geschäftsleitung steuerten Baupläne bei, einen «Rhyboot»-Jahresbericht, Hauszeitungen, zwei aktuelle Tageszeitungen. Eine davon fiel Baukommissionspräsident Meinrad Gschwend aus Versehen aus der Hand und in eine Pfütze. «Es ist hoffentlich ein gutes Omen», meinte er. In die Box legte er ein anderes, sauberes Exemplar.

Nachdem die Blechbox gefüllt, verklebt und in die Beton-Aussparung gesetzt worden war, hob der Kran den schweren Betondeckel über die Öffnung. Vor dem Absetzen schlugen Bauführer Marcel Ender, Bauleiter René Schulze zusammen mit Meinrad Gschwend in alter Maurer-Tradition feierlich mit Hämmern dreimal auf den Deckel. Sie baten um gutes Wetter während der Bauzeit, eine unfallfreie Bauzeit und wünschten den Nutzern viel Glück im neuen Gebäude.

Über den Deckel wird ein Unterlagsboden gegossen. Die Aussparung wird erst beim Abbruch oder einem grossen Umbau zutage treten. Der Grundstein wurde in die Decke des Kellergeschosses eingelassen, weil der Boden im Grundwasser liegt.