Altstätten stürzt den Leader

FUSSBALL. Die Städtli-Elf landet vor knapp 400 Fans auf der Gesa einen verdienten 2:1-Derbysieg gegen den FC St. Margrethen und verlässt somit die Abstiegsränge der 2. Liga, Gruppe 1.

Günther Böhler
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Gian Luca Camenisch (rechts) – der Biss ist ihm anzusehen – gehörte zu den auffälligsten Akteuren. (Bild: Günther Böhler)

Gian Luca Camenisch (rechts) – der Biss ist ihm anzusehen – gehörte zu den auffälligsten Akteuren. (Bild: Günther Böhler)

«Das war ein ganz wichtiger Sieg. Wir haben uns viel vorgenommen und uns die ganze Woche auf dieses Derby vorbereitet. Jeder hat 100 Prozent gegeben. Die drei Punkte gehen verdient an uns», liess ein überglücklicher FCA-Cheftrainer Walter Bachofner wissen. Sein Gegenüber, Dorde Duvnjak, sprach dem Rheintal-Kontrahenten ein Kompliment aus und meinte enttäuscht: «Wir sind nicht bereit gewesen. Meine Spieler haben wohl geglaubt, dass dies ein Spaziergang wird.»

Statt nämlich als Herbstmeister in die Winterpause zu spazieren – ein Punkt hätte den Gästen genügt – rutschte der FC St. Margrethen wegen der Strafpunkte auf Platz drei zurück. Und der FC Altstätten kletterte mit dem 2:1-Erfolg über den ominösen Strich.

Hausherren spielbestimmend

Über die gesamten 90 Minuten (plus sieben Minuten Nachspielzeit) war auf der Gesa nichts davon zu bemerken, dass ein Duell zwischen Tabellen-Nachzügler und Spitzenteam stattfindet.

Besonders in den ersten 45 Minuten hatten die Hausherren ganz klar mehr vom Spiel. Die 1:0-Führung nach 19 Minuten – Manuel Breu bugsierte einen Camenisch-Querpass von rechts in die lange Ecke – ging also völlig in Ordnung. Es folgte ein Schuss von Ramon Gächter (28.), der zur Ecke abgelenkt wurde. Und als die Rheinau-Kicker den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich brachten, legte Gian Luca Camenisch mit dem 2:0 nach. In Minute 35 fiel wie aus dem Nichts der Anschlusstreffer der Gäste, die bis zu diesem Zeitpunkt jegliche fussballerische Tugenden vermissen liessen.

Verdienter Sieg

Nach einem unnötigen Strafraumfoul von Raffael Bösch an Rijad Abazi verwandelte Besart Shoshi den fälligen Elfmeter bombensicher. Da im weiteren Verlauf der allein auf Gäste-Keeper Adnan Konjaric anstürmende Adem Canoski in der 42. Minute scheiterte und auch FCA-Goalie Samuel Lüchinger gegen Salvatore Forgia Sieger blieb, ging es mit diesem 2:1 in die Pause.

In der Kabine versuchte Dorde Duvnjak, seine Schützlinge wachzurütteln – doch mehr als zwei Möglichkeiten kurz vor Schluss (Freistoss von Shoshi bzw. Robert Marku verpasste um Zentimeter) kamen nicht zustande. Die Defensive der Gelb-Schwarz-Roten leistete gestern ganze Arbeit. Punkto Offensive war im zweiten Durchlauf zwar nur der Canoski-Alleingang (55.) – Marku rettete auf der Linie – zu verbuchen, der Sieg der Altstätter war dennoch mehr als verdient. Dennoch muss der FCA im Winter über die Bücher: Nur zwei Siege in elf Spielen entsprechen nicht den Erwartungen auf der Gesa.

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