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ALTSTÄTTEN: Stadtrat will Rotlichtviertel in Altstätten verhindern - auch die Kirche hat sich eingeschaltet

Der Stadtrat will verhindern, dass sich im Städtli ein Rotlichtviertel bildet. Deshalb sollen in der Altstadt und Vorstadt keine Kontaktbars, Bordelle oder erotische Massagebetriebe mehr eröffnen dürfen.
Monika von der Linden
«Das ‹Untertor› ist eines der wichtigsten historischen Gebäude in Altstätten. Dafür gibt es eine bessere Nutzung als eine Kontaktlbar mit erotischen Dienstleistungen», meint Werner Ritter. Er hat die katholische Kirchgemeinde als Einsprecherin vertreten. (Bild: Gert Bruderer)

«Das ‹Untertor› ist eines der wichtigsten historischen Gebäude in Altstätten. Dafür gibt es eine bessere Nutzung als eine Kontaktlbar mit erotischen Dienstleistungen», meint Werner Ritter. Er hat die katholische Kirchgemeinde als Einsprecherin vertreten. (Bild: Gert Bruderer)

Monika von der Linden

Die Stadt Altstätten plant, in der Kernzone 1 (Altstadt) und Kernzone 2 (Vorstadt) eine Planungszone zu erlassen, innerhalb derer sich jegliches Sexgewerbe nicht weiter ansiedeln darf. Im Artikel hiess es: «Aus der Bevölkerung hatte sich kein Widerstand geregt.»

Die Aussage ist nicht korrekt. Gegen das Baugesuch einer ­Kontaktbar, die sich im Hotel Untertor ansiedeln wollte, regte sich sehr wohl Widerstand. «Es gingen sieben Einsprachen ein», sagt Stadtschreiberin Beatrice Zeller am Mittwoch. Ihre Auskunft hatte auf einem Missverständnis beruht. Weil das Baugesuch bereits zurückgezogen worden war, habe sie die Frage der Reporterin nach dem Widerstand aus der Bevölkerung auf die Planungszone und nicht auf das Baugesuch bezogen, sagt sie.

Eine der Einsprecherinnen war die Katholische Kirchgemeinde Altstätten, vertreten durch Rechtsanwalt Werner Ritter. «Das Projekt war nicht be­willigungsfähig», sagt er. Den Unterlagen war lediglich zu entnehmen, dass im Hotel Untertor eine Kontaktbar mit erotischen Dienstleistungen einziehen wollte. «Ein umfassendes Verkehrs-, Betriebs- und Sicherheitskonzept wurde nicht vorgelegt.» Folglich wusste niemand, welche Öffnungszeiten die Kontaktbar gehabt hätte und in welcher Weise die Dienstleistung beworben worden wäre. «Solche Etablissements zeichnen sich durch eine auffällige Werbung aus», sagt Werner Ritter. Mittels Beleuchtung oder Fotografien.

Eine Nachbarschaft von Kontaktbar und Sakralbezirk erscheint Werner Ritter als nicht wünschbar. Vom «Untertor» aus habe man Einblick in Pfarrhaus und Pfarrgarten. Es gebe Lärmemissionen, aber auch ideelle Emissionen, meint Werner Ritter. «Ihr Umfang ergibt sich aus dem Betriebskonzept nicht, weil es nicht vorliegt.»

Werner Ritter glaubt, dass die Kontaktbar ohne Einsprachen und die vorgebrachten Argumente bewilligt worden wäre. «Nach 800 Jahren des Betens soll jetzt nicht die Epoche des Stöhnens beginnen. Das Kirchenareal ist ein Ort des Gebets und der Andacht. Wir hätten an der Einsprache festgehalten, unabhängig, was andere denken und wollen.»

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