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ALTSTÄTTEN: Stadt reagiert: Es gehe nicht um Mut

Der Stadtrat äussert sich zur Kritik der Autofrei-Initianten, die den Gegenvorschlag der Stadt mutlos finden, und schreibt, die Initiative habe Schwachpunkte.

Der Zweck des Gegenvorschlages zur Initiative «Autofreie Marktgasse» (über die am 24. September abgestimmt wird) bestehe nicht darin, Mut zu beweisen, schreibt die Stadt. Vielmehr sei der Gegenvorschlag als Kompromiss zu verstehen, der «die un­terschiedlichen Bedürfnisse von Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Flanieren und Geniessen in der Altstadt ausgewogen berücksichtigt». Der Gegenvorschlag habe weniger Verkehr, mehr Frei­räume und Verweilqualität sowie mehr Sicherheit für alle zum Ziel, zudem eine nachhaltige Entwicklung der Altstadt.

Platz für Anlässe und gute Ideen

Der Stadtrat schreibt, die im Gegenvorschlag enthaltenen Massnahmen «bringen die malerische Altstadtkulisse besser zur Geltung, dämmen sowohl den Durchfahrts-, als auch den Parksuchverkehr ein, schaffen durch die neue Anordnung der deutlich reduzierten Parkplätze mehr Raum und Sicherheit für Fussgänger und Velofahrer und verbessern die Aufenthaltsqualität durch Sitzgelegenheiten und Begrünung. Zudem werde mit der Durchfahrtsbeschränkung beim Frauenhofplatz (samstags und sonntags im Sommer) eine «Plattform geschaffen für Anlässe und kreative Ideen». Mit der Forderung nach einer autofreien Marktgasse würden faktisch drei weitere Gassenabschnitte der Altstadt autofrei, schreibt die Stadt. Denn die Marktgasse beginne bei der Trogenerstrasse (beim «Drei König») und ende bei der Gerbergasse (beim «Frauenhof»). Würde diese ganze Strecke autofrei, so wären dies auch die Einfahrten zur Engelgasse bei Pfarreiheim und Bäckerei, der Engelgasse-Abschnitt bei «Hecht» und Schuhhaus sowie die Zufahrt zur Obergasse beim Café Gantenbein, gibt die Stadt zu bedenken. Zehn weitere Parkfelder gingen dadurch verlo­- ren, und die Erreichbarkeit der genannten Gassenabschnitte «würde Anwohnenden, Geschäften und Kunden zusätzlich erschwert».

Kunden im Initiativtext nicht genannt

Die von den Autofrei-Initianten behauptete Möglichkeit, Einkäufe direkt vor der Ladentür abzuholen und für Zufahrten ausserhalb der vorgegebenen Zeit auf unbürokratische Weise eine polizeiliche Ausnahmeerlaubnis einzuholen, stehe der Initiativtext entgegen, schreibt die Stadt. Dieser beschränke die zeitbegrenzte Zufahrt zur Versorgung auf Anwohnende, Geschäfte und Restaurationen sowie Ausnahmebewilligungen auf Zuliefernde und den Werksverkehr. Kundinnen und Kunden seien im Initiativtext nicht genannt.

«Initianten erwarten wortgetreue Umsetzung»

Die Initianten hätten in Vorgesprächen festgehalten, dass sie auf eine wortgetreue Umsetzung des am 17. Juni 2015 eingereichten Initiativbegehrens bestehen, teilt die Stadt mit. Handlungsspielräume würden zur Festlegung der Lieferzeiten und zur Erarbeitung eines Konzepts zur Attraktivitätssteigerung einge­- räumt. Das im Gegenvorschlag vorgesehene Parkleitsystem ist aus Sicht des Stadtrates zukunftsorientiert. Es «würde Automobilisten gezielt zum nächsten freien Parkplatz leiten, unnötigen Suchverkehr reduzieren und die Rathaus-Parkgarage erfassen». Die technologische Entwicklung mit Parksensoren sei in vollem Gang. Es sei absehbar, dass die Anzeige der freien Parkplätze künftig auch über Navigationssysteme und Apps möglich sei. (gb)

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