Altstätten siegt im Kellerderby

FUSSBALL. Im Duell der beiden Tabellennachzügler Diepoldsau-Schmitter und Altstätten hatten die Städtli-Kicker in einem Spiel auf mässigem Niveau mit 2:0 das bessere Ende für sich.

Gerhard Huber
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Hoch das Bein: Das auf dem Platz Gebotene konnte mit der schönen Kulisse auf der Diepoldsauer Rheinauen nicht mithalten. (Bild: Ulrike Huber)

Hoch das Bein: Das auf dem Platz Gebotene konnte mit der schönen Kulisse auf der Diepoldsauer Rheinauen nicht mithalten. (Bild: Ulrike Huber)

Über 200 Zuschauer sahen auf der Diepoldsauer Rheinauen kein klassisches Derby, sondern eine klassische Zitterpartie. Letzter gegen Vorletzter. Jeder verlorene oder gewonnene Punkt ist jetzt schon mitentscheidend im den Kampf gegen den Abstieg. Nach dem Altstätter Sieg dürfte das Schicksal des Teams von Coach Engelbert Hutter wohl bereits besiegelt sein. Sieben Punkte Rückstand auf den rettenden Nichtabstiegsplatz werden, auch wenn noch acht Spiele ausstehen, für die unglücklich kämpfenden Tippilzouer kaum noch aufzuholen sein.

Was auch ein Vorteil sein kann: Denn jetzt können die jungen Spieler von der Rheininsel endlich ihre im Frühling immer wieder zu bemerkende Nervosität über Bord werfen und befreit aufspielen. Sie haben nichts mehr zu verlieren.

Mässiges 3.-Liga-Niveau

Die Altstätter wiederum haben durch die drei geholten Auswärtspunkte den Anschluss an die Abstiegskonkurrenten Ems und Schluein Ilanz gefunden. Doch die Städtli-Kicker werden sich gewaltig steigern müssen, wollen sie den sicheren Verbleib in der 2. Liga schaffen. Denn das Kellerderby auf der Rheinauen wies über weite Strecken nur 3.-Liga-Niveau auf, mässiges 3.-Liga-Niveau.

Bis auf die ersten zehn Minuten, in denen die Gäste zu attraktiven Chancen kamen, die durch Keeper Eggenberger bravourös zunichte gemacht wurden, tat sich in der ersten Halbzeit nicht viel. Die Teams neutralisierten sich gegenseitig. Die stärksten Mannschaftsteile waren hüben wie drüben die Abwehrreihen. Während die Heimischen den Eindruck machten, etwas besser organisiert zu sein, hatten die Gäste die etwas besseren Möglichkeiten, wie etwa Denercic, der einen Abpraller von Eggenberger aber nicht verwerten konnte.

Auf Torvermeidung ausgerichtet

In der zweiten Halbzeit konnten beide Teams ein etwas besseres Spiel zeigen, blieben aber bei ihrem auf Torvermeidung ausgerichteten Fussball. Angesichts dieser Spielweise war es kaum zu erahnen, dass eigentlich beide Mannschaften mit Blick auf die Tabellensituation dringend einen Sieg benötigten. Die Diepoldsauer waren leicht überlegen, konnten aber ihre Nervosität vor dem gegnerischen Tor bei ihren allzu selten erspielten Chancen nicht ablegen. So, wie in der 68. Minute, als Städtli-Tormann Lüchinger einen Ball nur hoch abprallen liess und selbst zu Boden fiel, Durot bekam das Spielgerät wie auf einem Silbertablett präsentiert zum Volleyschuss, säbelte jedoch mehr oder weniger daneben.

Die Vorentscheidung fiel nur wenige Minuten später: Ein Querpass auf den in leicht abseitsverdächtiger Position befindlichen Bektesi, die Fahne des Linienrichters blieb unten, und der frei stehende Bektesi verwertete ohne zu zögern zum 1:0 für Altstätten.

Trainer Hutter reagierte und brachte frische Offensivkräfte. Dadurch waren die Hausherren allerdings in der Abwehr entblösst, was dann in der 87. Minute zur Entscheidung führte. Nach einem Lattenknaller von Gächter konnte Steiger den Abpraller am wehrlosen, da bereits am Boden liegend, Eggenberger vorbei einschiessen.

Ein wichtiger Sieg für den FC Altstätten, eine beinahe tragische Niederlage, ja vielleicht schon das vorzeitige Aus für den FC Diepoldsau-Schmitter.