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ALTSTÄTTEN: Sexgewerbe-Stopp im Städtli

Der Stadtrat will verhindern, dass sich im Städtli ein Rotlichtviertel bildet. Deshalb sollen in der Altstadt und Vorstadt keine Kontaktbars, Bordelle oder erotische Massagebetriebe mehr eröffnen dürfen.
Monika von der Linden
Altstätten will eine Planungszone erlassen, in der Sexgewerbe nicht mehr erlaubt ist. Betroffen sind die Kernzone 1 (braun) und die Kernzone 2 (beige). (Bild: Screenshot/Geoportal)

Altstätten will eine Planungszone erlassen, in der Sexgewerbe nicht mehr erlaubt ist. Betroffen sind die Kernzone 1 (braun) und die Kernzone 2 (beige). (Bild: Screenshot/Geoportal)

Monika von der Linden

Das Städtli ist attraktiv. Dazu tragen zu einem grossen Teil die Vereine, kulturellen Einrichtungen, Restaurants und Bars bei. Sie beleben das Zentrum mit viel­fältigen Veranstaltungen. Auch Gewerbebetriebe und Einkaufsläden leisten diesbezüglich das Ihre. Aber nicht jedes Gewerbe ist willkommen.

Dass sich die Bevölkerung im Altstätter Zentrum wohlfühlt und gern dort wohnt, ist wohl auch im Fehlen eines Rotlichtmilieus begründet. Damit dies so bleibt, hat der Stadtrat beschlossen, eine Nutzungsbeschränkung für die Altstadt und Vorstadt einzuführen, und hat eine Planungszone erlassen: «Jegliche Nutzung als sexgewerbliche oder bordellähnliche Betriebe, erotische Massagesalons oder ähnliches wird untersagt.» Deshalb sollen der Zonenplan und das Baureglement für die Kernzone 1 und 2 (siehe Karte) angepasst werden.

Was versteht der Stadtrat unter einem sexgewerblichen ­Betrieb?

«Solange es sich um einen Massagesalon handelt, ist er nicht betroffen», sagt Stadtschreiberin Beatrice Zeller. «Erotische Massagesalons sind dann nicht mehr erlaubt.» Generell prüft die Stadt jedes Gesuch, sobald es sich um ein erotisches ­Angebot handelt.

Ansässige Betriebe haben Bestandesgarantie

Auslöser für den Stadtratsbeschluss war ein entsprechendes Baugesuch, das im Dezember und Januar bei der Stadt aufgelegen hatte. Laut Stadtschreiberin Beatrice Zeller hat es der Gesuchsteller inzwischen wieder zurückgezogen. Aus der Bevölkerung hatte sich kein Widerstand geregt. Nicht betroffen vom geplanten Verbot ist ein Sexgewerbe, das in der Kernzone 1 und 2 bereits ansässig ist. Dies ist zum Beispiel in der Engelgasse der Fall. Dort gilt die Bestandes­garantie auch dann noch, falls der Pächter wechseln sollte. Massgeblich ist also die Baubewilligung.

Der Erlass der Planungszone liegt seit gestern Dienstag bis Mittwoch, 28. Februar, im Rathaus zur Einsicht auf. Die Planungszone gilt nach Ablauf der Auflagefrist so lange, bis die Stadt das eingeleitete Planungsver­fahren abgeschlossen hat, aber längstens drei Jahre. Damit will der Stadtrat verhindern, dass etwas unternommen wird, das die Nutzungsplanung erschweren könnte.

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