ALTSTÄTTEN: Ortsbürger fast zufrieden

Die Altstätter Ortsbürgerschaft hat am Montag Rechnung und Budget abgesegnet. Zu reden gaben die Terminkollisionen mit anderen Bürgerversammlungen.

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Jacques Sinz, Präsident der Ortsgemeinde Altstätten, versprach, sich dem Thema Terminkollisionen bei Bürgerversammlungen weiter anzunehmen. (Bild: Kurt Latzer)

Jacques Sinz, Präsident der Ortsgemeinde Altstätten, versprach, sich dem Thema Terminkollisionen bei Bürgerversammlungen weiter anzunehmen. (Bild: Kurt Latzer)

Fünf Versammlungen am selben Abend, zwei in Lüchingen und drei in Altstätten. «An der Bürgerversammlung im vergangenen Jahr wünschten die Bürger, die Bürgerversammlung solle eine halbe Stunde eher beginnen. Das haben wir geschafft», sagt der Altstätter Ortsgemeindepräsident Jacques Sinz am Montag in der evangelischen Kirche. Auch dem Thema Terminkollisionen habe sich der Rat, wie von der Bürgerschaft verlangt, angenommen.

Bereits am 11. August 2016 habe der Ortsverwaltungsrat den Termin der Bürgerversammlung 2017 gemeldet und publiziert.

Rat will noch einen Anlauf nehmen

«Was das gebracht hat, haben wir spätestens im Artikel von Chefredaktor Gert Bruderer im ‹Rheintaler› gelesen», sagte Sinz. Der Rat nehme sich dem Thema nochmals an, obwohl es in Altstätten den Anschein mache, als seien Terminkollisionen unumgänglich. Weniger zu reden gab die Jahresrechnung 2016, die gegenüber dem Budget mit einer Besserstellung von etwa 18000 Franken schliesst. Im Budget 2017 rechnet der Rat mit einem Minus von 22250 Franken. In seinen Ausführungen zu Rechnung und Budget erinnerte Jacques Sinz an die bereits geleistete und noch zu erledigende Arbeit in den Rebanlagen der Alt­stätter Ortsgemeinde.

Von den im letzten Frühjahr gesetzten Johanniter-Reben erhofft sich der Ortsgemeinde­präsident im Herbst eine erste, wenn auch kleine Ernte. «Es wäre schön, wenn wir genug Johanniter-Trauben ernten könnten, um eine Probekelterung zu machen», sagte Sinz.

Bayer AG hat Schadenersatz geleistet

Als erfolgreich bezeichnete Sinz den Federweissen, der 2016 erstmals vorgestellt wurde. Dieser Wein sei in sehr kurzer Zeit ausverkauft gewesen. Der zweite Jahrgang, der 2016er-Federweisse, sei nun zu haben. Erfreut sei der Ortsverwaltungsrat über den geleisteten Schadenersatz des Chemiekonzerns Bayer AG. Wie in anderen Weinbauregionen hatte das Spritzmittel «Moon Privilège» auch in den Ortsgemeinde-Reben Schaden angerichtet. «Der Ausfall wurde mit 28000 Franken entschädigt, was unseren Vorstellungen entsprach», sagte Jacques Sinz.

Die Jahresrechnung 2016 und das Budget 2017 haben die Bürgerinnen und Bürger im Anschluss an Sinz’ Ausführungen ohne Gegenstimme abgesegnet.

Kurt Latzer