ALTSTÄTTEN: Nüchtern erleben, wie man angetrunken fährt

Dass während der Rhema so manch ein Besucher einen über den Durst trinkt, ist kein Geheimnis. Im Auto heimfahren sollte er dann freilich nicht. An einem Stand der Kantonspolizei kann man nüchtern erleben, was dies bedeuten würde.

Drucken
Teilen
«Hoppla!» Mit der Brille, die Erika Zanga aus Berneck auf hat, sieht sie, als ob sie betrunken wäre. Geradeaus gehen wird zur Herausforderung. (Bilder: Max Tinner)

«Hoppla!» Mit der Brille, die Erika Zanga aus Berneck auf hat, sieht sie, als ob sie betrunken wäre. Geradeaus gehen wird zur Herausforderung. (Bilder: Max Tinner)

Fahren in angetrunkenem Zustand – oder im Polizisten- und Juristendeutsch FiaZ – ist kein Kavaliersdelikt. Allzuschnell hat man in gemütlicher Runde mehr getrunken, als man sollte. Jedenfalls, wenn man selbst heimfahren will. Dass dies gefährlich ist, weiss eigentlich jeder. Und trotzdem denkt sich manch einer, «es wird schon gehen». Schliesslich kennt man ja den Weg. Die Polizei meldet in unschöner Regelmässigkeit teils schwere Unfälle, die jemand mit zu viel Promille im Blut verursacht hat. Sie zeigen, dass es eben oft nicht «geht».

An einem Stand an der Rhema lässt einen die Kantonspolizei mithilfe eines Fahrsimulators und einer «Rauschbrille» erleben, wie Alkohol, aber auch Drogen und ja, auch Medikamente, das Fahrvermögen beeinträchtigen. Das ist natürlich nicht als Training gedacht, um angetrunken besser fahren zu können, sondern soll einen einsehen lassen, dass man sich im Fall des Falles besser heimfahren lässt.

Die Polizisten am Stand arbeiten alle in der Region. Die Kantonspolizei nutzt die Rhema, nichtamtlich den Kontakt mit der Bevölkerung zu pflegen. Zudem erzählen die Polizisten gerne von ihrem Beruf. Vielleicht trägt sich ja der eine oder andere Besucher (oder Besucherin) mit dem Gedanken, selbst Polizist zu werden. Eine Probeprüfung kann man gleich auch zu lösen versuchen.

Max Tinner