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ALTSTÄTTEN: Nicht mehr ganz dicht

Nächste Woche werden an der Tierkörpersammelstelle bei der Kläranlage Reparaturen vorgenommen. Als Provisorium ist sie dennoch in Betrieb.
Max Tinner
Klärwerkmeister Martin Niedermann zeigt, wie sich die Silikon-Fugendichtungen lösen, hier gleich beim Eingang in den Kühlraum. Die Fugen müssen neu verfüllt werden. (Bild: Max Tinner)

Klärwerkmeister Martin Niedermann zeigt, wie sich die Silikon-Fugendichtungen lösen, hier gleich beim Eingang in den Kühlraum. Die Fugen müssen neu verfüllt werden. (Bild: Max Tinner)

Max Tinner

Eine Tierkörpersammelstelle ist nicht grad eine appetitliche Einrichtung. Hier entsorgt man verendete Tiere. Der Eindruck trügt aber. Die Hygiene nimmt man hier nämlich besonders ernst. Darum wird mit wesentlich schärferen Mitteln geputzt als etwa in der Küche eines Privathaushalts. Ein unerfreulicher Nebeneffekt davon ist, dass die Reinigungschemie die Fugendichtungen angreift. Sie müssen deshalb etwa alle zehn Jahre erneuert werden.

Das ist nun in der Tierkörpersammelstelle bei der Altstätter Kläranlage an der Hinterdammstrasse nötig. Hier lösen sich die Silikondichtungen an verschiedenen Stellen. Nächste Woche werden sie darum komplett ersetzt. Der Entsorgungsraum steht deshalb vom 22. bis 26. Januar nicht zur Verfügung. Die Entsorgungsstelle wird als Provisorium dennoch in Betrieb sein. Die Container, in die man die Kadaver legt, werden aber nicht im Entsorgungsraum stehen, sondern in einem Zelt auf dem Platz davor.

Abladekran während Sanierung ausser Betrieb

Im Provisorium nicht zur Verfügung stehen wird allerdings die Kranvorrichtung, die in der Alt­stätter Tierkörpersammelstelle sonst das Deponieren schwerer Tiere erleichtert.

Der Entsorgungsraum ist das ganze Jahr über auf 3° C gekühlt. Weil im Freien keine Kühlung installiert werden kann, hat die Stadt Altstätten die Sanierung auf den Winter gelegt, da es zu dieser Jahreszeit in der Regel auch im Freien nicht viel wärmer wird, selbst tagsüber. Alternativ hätte die Stadt die Sammelstelle für die Zeit der Sanierung einfach schliessen können. Dann hätte man zur Entsorgung verendeter Tiere nach Montlingen oder Au fahren müssen. Bei den Kläranlagen dort liegen die nächstgelegenen Tierkörpersammelstellen. Die Stadt hat sich stattdessen für die Einrichtung des Provisoriums entschieden, um den Leuten den weiteren Weg zu ersparen – und um zu vermeiden, dass jemand auf die Idee kommen könnte, sein Tier aus Bequemlichkeit verbotenerweise irgendwo in der Landschaft zu entsorgen.

Maximal 200 Kilo schwer

In der Tierkörpersammelstelle Altstätten fallen pro Woche bis zu zwölf Container voll toter Tiere an. Die Container werden zweimal wöchentlich vom TMF Extraktionswerk Bazenheid geleert. Im Toggenburg werden die Kadaver zu Tiermehl und -fett verarbeitet, die dann als Energieträger dienen, sei es als Brennstoff für Zementwerke, als Basisstoff für Biodiesel oder für Prozesswärme in der Industrie. Über 200 kg schwere Tiere können nicht in der Sammelstelle entsorgt werden, sondern sind direkt dem TMF zur Abholung zu melden.

Aus seuchenrechtlichen Gründen dürfen Tiere nicht im Kehricht entsorgt werden. Ist einem die Entsorgung seines Haustiers in der Sammelstelle zu unwürdig, kann man es in einem Kleintierkrematorium einäschern oder auf einem Tierfriedhof begraben lassen. Gestattet ist es auch, ein Tier von we­niger als zehn Kilogramm im eigenen Garten zu begraben.

Hinweis

Weitere Informationen zur Tierkörpersammelstelle auf www.alt staetten.ch und zu den rechtlichen Aspekten auf www.tierim recht.org (im Suchfeld jeweils «Tierkörper» eingeben).

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