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ALTSTÄTTEN: Neue Naturoasen im «Ziel»

Der Verein Pro Riet Rheintal hat gemeinsam mit den Grundeigentümern im Gebiet Ziel oberhalb von Altstätten rund drei Hektaren Land ökologisch aufgewertet. Ende April zeigten sich die Wiesen im «Ziel» in voller Blütenpracht.
Blumenpracht im aufgewerteten Gebiet Ziel. (Bild: pd)

Blumenpracht im aufgewerteten Gebiet Ziel. (Bild: pd)

Die Kulturlandschaft in den ­unteren Hanglagen Altstättens zeichnet sich aus durch einen ­hohen Anteil südexponierter, gut besonnter Wiesenflächen mit grundsätzlich hohem ökologischen Potenzial.

Um dieses bestmöglich auszuschöpfen, haben der Verein Pro Riet Rheintal und die Grundeigentümer im Gebiet Ziel zwischen Februar 2015 und November 2017 einige ökologischer ­Aufwertungen umgesetzt. Sie wurden dabei finanziell unterstützt durch das Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen, die Dr. Bertold Suhner-Stiftung, den naturemade star-Fonds von EWZ, Pro Natura und diverse Unternehmer.

Viele Farbtupfer am grünen Hang

Im Frühling 2016 wurden die von wüchsigen Gräsern dominierten Wiesen im Projektgebiet gefräst, um sie als artenreiche Blumenwiesen neu anzusäen. Die teilweise stark geneigten Flächen machten die Saatbettvorbereitung zu einer besonderen Herausforderung, und die feuchte Frühlingswitterung verzögerte die Ansaat einiger Teilflächen beträchtlich.

Doch die Mühen haben sich gelohnt. Schon im Ansaatjahr kamen die ersten Blumen auf, und Ende April dieses Jahres zeigten sich die Wiesen in voller Blütenpracht. Von der neuen botanischen Vielfalt und der extensiven Bewirtschaftung werden vor allem Heuschrecken und Tagfalter profitieren. Steinlinsen und Wurzelteller strukturieren die Wiesenflächen und bringen ökologischen Zusatznutzen – beispielsweise als Sonnenplatz und Unterschlupf für die Zauneidechse. Auf der Projektflächen sind drei neue Weiher entstanden. Dank der Ausgestaltung mit Steinsohle, Steinmauer und Ruderalfläche im Uferbereich passen sie gut ins Landschaftsbild der Rheintaler Hanglagen.

Weiher als neue ­Lebensraumelemente

Sie bieten verschiedenen Amphibienarten Lebensraum, sollen aber vor allem stark gefährdeten Arten mit hochspezifischen ­Lebensraumansprüchen zugutekommen – beispielsweise der ­Geburtshelferkröte, dem Fadenmolch oder der Gelbbauchunke.

Der bewaldete Teil der Projektfläche wurde durchforstet. Standortfremde Bäume wurden entfernt und an ihrer Stelle ­einheimische, standortgerechte Laubhölzer gepflanzt.

Wald aufgewertet, Gehölze gepflanzt

Auf den Wiesenflächen wurden Gebüschgruppen, bestehend aus standortgerechten Wildsträuchern, angelegt. Sie weisen einen hohen Anteil an Dornensträuchern auf.

Ausserdem wurden zwei Linden und neun Hochstammobstbäume gepflanzt. Bis die Vogelwelt von den neu gepflanzten Gehölzen profitieren kann, braucht es zweifellos noch etwas Zeit. Um bis dahin ein ausreichendes Brutplatzangebot sicherzustellen, wurden im Wald, im Waldrandbereich und auf grösseren Hochstammobstbäumen 13 Nistkästen aufgehängt. (pd)

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