Altstätten
Neu am Rathausplatz: Reburg ist jetzt auch ein Café

Gestern eröffnete das neue Familien- und Begegnungszentrum Reburg am Rathausplatz in Altstätten. Das Zentrum soll zum Verweilen einladen und den Austausch fördern. Zudem gibt es eine Informationsstelle für Angebote in der Stadt und Region sowie eine Anlaufstelle für die Unterstützung bei Alltagsproblemen.

Reto Wälter
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Sie zeigten das Café und die umgenutzten Räume der Reburg (von links.): Beatrice Müggler, Bereichsleiterin Café, Claudia Baumgartner, stv. Leiterin, und Silvia Hermann, die Leiterin des neuen Familien- und Begegnungszentrums.

Sie zeigten das Café und die umgenutzten Räume der Reburg (von links.): Beatrice Müggler, Bereichsleiterin Café, Claudia Baumgartner, stv. Leiterin, und Silvia Hermann, die Leiterin des neuen Familien- und Begegnungszentrums.

Bild: Reto Wälter

Silvia Hermann, die Leiterin des Familienzentrums, begrüsste gestern Vormittag Gäste und Nachbarn im neu eröffneten Café am Rathausplatz. Sie verwies gleich auf die unterschiedlichen Spielangebote, die Kinder dort finden, und um diese auch nutzen zu können, auf das grosszügige Platzangebot zwischen den Tischen.

Das Zentrum soll zum Verweilen und zum Austausch untereinander da sein. Es ist zudem eine Informationsstelle über weitere Angebote in der Stadt und Region, sowie eine Anlaufstelle für die Unterstützung bei Alltagsproblemen. Davon zeugt die Infoecke mit zahlreichen Flyern oder dem optisch anders eingerichteten hinteren Teil des Cafés, wo es möglich ist, vertrauliche Gespräche zu führen. Zuzüger und Migranten sollen an diesem im Städtli zentral gelegenen Ort einfach neue Kontakte knüpfen können. Offen ist das Café von Dienstag bis Freitag (8.30 bis 12 und 14 bis 17.30 Uhr) sowie am Samstag (8.30 bis 13.30 Uhr).

Ein Café mit Kinderhütedienst

Damit Eltern in Ruhe Erledigungen im Städtli tätigen, ein Gespräch führen oder Termine wahrnehmen können, wird am Dienstag von 14 bis 17.30 Uhr und am Samstag von 8.30 bis 12 Uhr ein Kinderhütedienst angeboten. Diesbezüglich ist das Kinderparadies im dritten Stock der ehemaligen Bibliothek eingerichtet worden, mit insgesamt drei Aufenthaltsräumen. Auch im ersten Stockwerk sind für die Kinder zwei Räume mit Matten und Turngeräten ausgestattet worden, damit sich die Eltern im Raum daneben auf der gemütlichen Polstergruppe unterhalten können, beispielsweise in der Mütter- und Väterberatung, die jeden ersten und dritten Dienstag im Monat dort abgehalten wird.

Silvia Hermann erzählt auf dem Rundgang, woher man Einrichtungsgegenstände gespendet bekommen habe und was für Überlegungen beim Neueinrichten gemacht worden seien. Das Team des Familien- und Begegnungszentrums konnte Ende Januar mit der Umnutzung der Räumlichkeiten beginnen. Weitere Kooperationen in Bezug auf die Kinder starten zudem nach den Sommerferien: Die ortsansässige Spielgruppe Tatzelworm bietet Blockspielgruppen an (www.spielgruppe-altstaetten.ch) oder für Kleinkinder ab zwei Jahren gibt es das Angebot «Kling Klang Klatsch, Tanz und Bewegung».

Räume können immer noch gemietet werden

Auch für Erwachsene gibt es jede Menge Angebote, von der Yogastunde bis zum Deutschkurs für Migranten. Nebst mehreren eher kleinen Beratungszimmern können in der Reburg drei grössere Räume gemietet werden. Dazu gehört das ehemalige Trauungszimmer der Stadt, das von der Stukkaturdecke über den grossflächigen Tisch, dem weissen Kachelofen bis zum Holzboden ein Bijou ist. Aber auch der Gewölbekeller unter dem Café eignet sich für Anlässe aller Art. «Wir haben noch Leerzeiten und sind natürlich interessiert, die Räume so gut wie möglich zu vermieten», sagt Leiterin Silvia Hermann (silvia.hermann@altstaetten.ch oder 071 757 77 49). Mieten könne man übrigens auch das ganze Café.

Das Familienzentrum Altstätten wurde von der Stadt initiiert, die auch die Gebäudemiete und Löhne der Festangestellten übernimmt. Wobei die Zentrumsleiterin, ihre Stellvertreterin und die Verantwortliche des Cafés zusammen nur auf ein 90-Prozent-Pensum kommen. 14 weitere ehrenamtlich Mitarbeitende helfen, das Café und den Kinderhütedienst als Begegnungs- und Infozentrum aufrecht zu erhalten. Der Stadtrat Daniel Schelling sagt:

«Bereits zum jetzigen Zeitpunkt darf man sagen, dass wir auch im Vergleich zu ähnlichen Zentren ein gutes Angebot haben.»

Dank des günstig gelegenen Standortes denke er, dass noch weitere Unterstützungs- und Förderangebote folgen würden und das Zentrum auf dem Weg sei, ein belebter Treffpunkt verschiedener Bevölkerungsschichten zu werden, meint Schelling, der die Kommission für Gesellschaftsfragen präsidiert. Natürlich kann das Café mit dem kleinen, aber feinen Angebot an Getränken und Imbissen jetzt schon besucht werden. Wer alle Räume ansehen will, wird dies am geplanten «Tag der offenen Türe» tun können, der nach den Sommerferien stattfinden soll.