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ALTSTÄTTEN: Mehrkosten fürs Rathaus

Nach Vorlage der Bauabrechnungen des Stadtentwicklungsprojekts Freihof- Rathaus sind gegenüber den genehmigten Krediten Mehrkosten von 7,4 % zu verzeichnen.
Gerhard Huber
Die wenigen Besucher der Veranstaltung verfolgten die Ausführungen des Präsidenten. (Bild: Ulrike Huber)

Die wenigen Besucher der Veranstaltung verfolgten die Ausführungen des Präsidenten. (Bild: Ulrike Huber)

Gerhard Huber

Die Stadt Altstätten hatte auf gestern Abend ihre Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsversammlung eingeladen. Thema waren die Kostenüberschreitungen im Zuge der Umsetzung des Stadtentwicklungsprojekts Freihof-Rathaus. Stadtpräsident Ruedi Mattle durfte elf interessierte Stadtbürger begrüssen, die aufmerksam seinen Ausführungen lauschten.

Nachvollziehbare Mehrkosten

Die Fakten: Die Bürgerschaft in Altstätten hatte im November 2011 an der Urne einen Nettokredit für das neue Rathaus, den Rathausplatz und die Tiefgarage in Höhe von 15214000 Franken genehmigt. Tatsächlich gekostet hat es 16285402 Franken. Also eine Überschreitung von 1071402 Franken oder 7,0 % (teuerungsbereinigt 6,8 %). Für die Infrastrukturanlagen waren vom Stimmvolk 4576000 Franken genehmigt worden. Nachträglich gab es für die WC-Anlage beim Busbahnhof nochmals einen Kredit von 150000 Franken. Geworden sind es gesamt 5130575 Franken an Kosten. Das entspricht Mehrkosten von 404757 Franken oder 8,6 % (teuerungsbereinigt 6,7 %).

Wie entstehen diese Überschreitungen?

Zu Recht stellten die bei der Informationsveranstaltung anwesenden Stimmbürger die Frage, wie diese Überschreitungen zustande kommen konnten. Wurde schlecht kalkuliert? Haben die mit der Kostenprognose beauftragten Planer fahrlässig agiert? Stadtpräsident Ruedi Mattle gab offen auf alle – zum Teil auch unangenehmen – Fragen Auskunft. Während etwa beim Rathaushochbau eine Kostensteigerung von 11,5 %, und beim Gebäudeabbruch von 4,7 % zu verzeichnen waren, gab es beim Bau des Rathausplatzes auch eine Punktlandung und sogar 65 % Einsparungen bei den Übergangslösungen. Durch die vorübergehende Einquartierung der Stadtverwaltung im UBS Gebäude anstatt einer ursprünglich geplanten Containerlösung konnten hohe Mietbeträge gespart werden.

Einige Mehrkosten, wie etwa der Sparbeschluss des Kantons bei der Mitfinanzierung des Busbahnhofs, waren schlicht nicht vorhersehbar.

Gründe für die Verteuerung des Rathaushochbaus waren Mehrleistungen bei den Schreinerarbeiten und der nachträglich entschiedene Einbau einer Kühlanlage, Zusatzleistungen der Architekten aus nachträglichen Projektänderungen, Baumeisternachtragsarbeiten und als wesentlicher Posten auch Anschlussgebühren, die um 102000 Franken höher als präliminiert waren. Was haben die Kostenüberschreitungen für fiskale Folgen für die Stadt? Wie Ruedi Mattle erläuterte, sind künftige Abschreibungen an die höheren Kosten anzupassen. Die in der Vergangenheit zu niedrigen Abschreibungsquoten sind durch einmalige Zusatzabschreibungen vollständig auszugleichen. So werden die jährlichen Abschreibungen linear anzupassen sein.

Eventuell in gesonderter Abstimmung genehmigen

Noch nicht geklärt ist die Frage, ob die erhöhten Abschreibungen gesondert in einer Abstimmung oder im Rahmen des Voranschlages 2018 zu genehmigen sein werden. Der Diskussionsstoff wird in Altstätten also nicht so rasch ausgehen.

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