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ALTSTÄTTEN: Kluge Köpfe und geschickte Hände

Die Wirtschaft braucht nicht nur Akademiker, sondern auch Leute mit Berufsbildung, wurde am Netzwerk-Apéro zum Berufswahlevent «Chance Industrie Rheintal» in der Schöntalhalle betont.
Max Tinner
Severin Hutter und Chiara Dünser (in der Bildmitte) haben Technik und Kreativität zusammengebracht und mit ihren Solarmobilen einen Klassenpreis gewonnen. Solche Köpfe wünschen sich die Rheintaler Industrieunternehmen für ihre Belegschaft. (Bild: Max Tinner)

Severin Hutter und Chiara Dünser (in der Bildmitte) haben Technik und Kreativität zusammengebracht und mit ihren Solarmobilen einen Klassenpreis gewonnen. Solche Köpfe wünschen sich die Rheintaler Industrieunternehmen für ihre Belegschaft. (Bild: Max Tinner)

Max Tinner

«Es wär mir nicht wohl dabei gewesen, hätte ein Ingenieur mit akademischem Werdegang unsern Prototypen gebaut – dafür brauche ich jemanden, der weiss, wo bei einem Hammer vorn und wo hinten ist.» Das sagt kein Büezer, sondern jemand, der selbst studiert hat: Martin Fengler, Doktor der Mathematik, Gründer und CEO der Firma Meteomatics. Am Netzwerk-Apéro des Berufswahlevents «Chance Industrie Rheintal» erzählte er, wie er mit seiner Firma die Wetterprognose revolutionieren möchte: mit höchstzuverlässigen Wetterdrohnen, die man ab Boden bis auf eine Höhe von gut 1500 m ü. M. steigen lässt. Getestet hat Fengler den Prototypen übrigens unter anderem in Marbach.

Unsere heutigen Wetterberichte seien oft unbefriedigend, weil die zugrunde liegenden Daten diese Luftschichten nicht berücksichtigten, erklärte Fengler. «Aber genau in diesen Luftschichten entsteht das Wetter, das uns ärgert: Nebel, Hochnebel, Gewitter . . .» Fengler arbeitete schon früher für eine Wetterfirma. Aber erst als er den Flugschein machte, sei ihm «das ganze Elend der Wettervorhersage» bewusst geworden. So kam es zur Gründung seiner Firma. Und in dieser brauche er eben nicht nur Akademiker, sondern auch Leute, deren Ausbildung auf einer Berufslehre aufbaut.

Die Berufslehre ist keine Sackgasse

In seinem Team habe er einen Schreiner, der sich am NTB zum Systemtechniker weitergebildet habe, sein Marketingplaner sei mal Werkzeugmacher gewesen, und einer seiner Informatiker habe zunächst eine Polymechanikerlehre gemacht, zählte Fengler auf. Dies ist ein wesentlicher Aspekt, den der Berufswahlevent den Jugendlichen, die vor der Berufswahl stehen, bewusst machen möchte: Eine Berufslehre in der Industrie ist keine Sackgasse, sondern bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, sich weiterzubilden.

«Der duale Bildungsweg ist ein Erfolgsfaktor der Schweizer Wirtschaft», machte sich Reinhard Maurer, Präsident des Vereins Chance Industrie Rheintal, für die Berufslehre stark. Der Bedarf an Fachkräften sei ungebrochen, fügte Stadtpräsident Ruedi Mattle an, «und das wird trotz der ‹digitalen Revolution› auch weiterhin so sein», ist er überzeugt.

Im Rahmen des Netzwerk-Apéros wurden auch die Preise übergeben für die schönsten Solarmobile, die von Jugendlichen auf den Berufswahlevent hin gestaltet worden sind. Die Gewinner sind Severin Hutter von der Oberstufe Oberriet-Rüthi, Chiara Dünser von der Oberstufe Widnau und Rahel Zimmermann von der Oberstufe Bühler-Gais (siehe auch Ausgabe vom 7. November). Zusammen mit ihren Klassenkameraden werden sie einen spannenden Tag im Technorama in Winterthur verbringen.

Hinweis

Der Berufswahlevent «Chance Industrie Rheintal» in der Schöntalhalle in Altstätten ist noch heute Samstag, 18. November, durchgehend von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

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