ALTSTÄTTEN: Kafi und Chueche für die älteren Rhema-Besucher

Die Rhema hat ihren Seniorentag wieder eingeführt. Allerdings in anderer Form, als es ihn früher gab. Geboten wurden drei Referate und altbekannte Lieder. Ausserdem gab es Kaffee und Kuchen. An die 100 Frauen und Männer kamen.

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Nach einer Stunde Zuhören offerierte die Rhema den Teilnehmern der Seniorenveranstaltung Kaffee und Kuchen. (Bilder: Max Tinner)

Nach einer Stunde Zuhören offerierte die Rhema den Teilnehmern der Seniorenveranstaltung Kaffee und Kuchen. (Bilder: Max Tinner)

Die Veranstalter hatten im Messerestaurant zunächst etwas knapp Platz reserviert für den Seniorennachmittag. Kurzerhand wurde die Abschrankung geöffnet. An die 100 Rheintalerinnen und Rheintaler nahmen letztlich Platz. «Wir sind froh über diesen regen Besuch», meinte Rhema-Tagungsleiter Ralph Dietsche, «wären bei dem schönen Wetter alle daheim im Garten geblieben, hätten wir etwas gar viel Kuchen selbst essen müssen.» Solchen hatte man nämlich für die Teilnehmer bereitgestellt. Bevor er aber zusammen mit einem Kaffee serviert wurde, gab es drei Referate, in denen drei Institutionen aus dem Sozialbereich vorgestellt wurden, die nicht zuletzt für ältere Menschen da sind.

So erzählten Michael Schöbi und Sonja Kölbener, was die Spitex RhyCare alles leistet. Irma Graf wiederum stellte das Fo­-rum RhyCare von Palliative Ostschweiz vor, das die Dienstleister im Bereich der Pflege schwerstkranker und sterbender Menschen vernetzt und auch Betroffene und Angehörige berät. Das Forum RhyCare bietet (am Spital Altstätten) auch regelmässig ein Trauercafé für Hinterbliebene an. Man überlege sich ausserdem, im Herbst einen Anlass durchzuführen, an dem Fachleute beim Ausfüllen einer Patientenverfügung helfen. Regula Bont stellte den Hospiz-Dienst Rheintal vor, der Schwerkranke und Sterbende für einige Stunden betreut (aber nicht pflegt) und so die Angehörigen entlastet. Monika Zünd leistet solche ehrenamtliche Dienste; sie erzählte, wie sie auf diese Weise nach ihrer Pensionierung Gutes tun kann. Margrit Keller hat den Hospiz-Dienst in der letzten Phase vor dem Tod ihres Mannes in Anspruch genommen. Weil damit jemand Vertrauenswürdiges gelegentlich eine Nachtwache übernahm, konnte sie in diesen Nächten selbst einmal schlafen. Sie sei wirklich froh drum gewesen, erzählte sie. Organisiert hatte die Rhema den Anlass, weil ein älteres Paar letztes Jahr gegenüber der Online-Newsplattform rheintaler.ch gesagt hatte, für Senioren biete die Rhema seit der Neukonzeption der Messe etwas gar wenig. Man sei froh um jegliche Rückmeldung, die helfe, die Rhema attraktiver zu machen, betonte Ralph Dietsche. So dürfe man es ruhig auch sagen, scherzte er, sollte einem das offerierte Stück Kuchen zu klein gewesen sein.

Max Tinner