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ALTSTÄTTEN: Jodellieder und Theaterspass

Der traditionsreiche Jodlerabend zieht wieder vermehrt ein grosses Publikum an. Die Gäste fanden Gefallen am erfrischenden Jodlergesang und dem Lustspiel «En heisse Droht».
Theodor Looser

Theodor Looser

Beim Jodlerabend im «Sonnen»-Saal konstatierte Präsident An­dreas Kobler, dass nur die älteren Mitglieder die Erfahrung eines bis auf den letzten Platz besetzten Saals kannten. Die Jungen hatten das noch nie erlebt. Auch die lange Reihe der befreundeten De­legationen liess erkennen, dass der Jodelgesang wieder im Aufschwung ist und ein immer breiteres Publikum anspricht. Dirigentin Hedy Fitze hatte mit ihren Jodlerinnen und Jodlern ein Liederprogramm einstudiert, das mit Beiträgen verschiedener Kleinformationen ergänzt wurde.

Zum Auftakt hörte man zwei Alphornbläser, Köbi Geisser und Martin Nauer, mit dem Stück «Zwo Fründe». Mit dem Lied «Dr Bärgbach» kam der Jodlerklub auf die Bühne und brachte das Publikum so richtig in Stimmung. Auch «Mys Plätzli» von Adolf Stähli erwies sich als harmonisches Jodellied, das den Sängern tosenden Applaus einbrachte.

Viel Energie hatte man dieses Jahr in die Zwischenprogramme investiert. Im ersten spielte das Brüderpaar Andreas und Hans Popp mit Gitarre und Schwyzerörgeli einige rassige Melodien. Anschliessend trat eine Kleinformation des Jodlerklubs mit dem Lied «Füür und Flamme» auf. Die Zuhörer erlebten dabei einige berückende Momente.

Der Komponist Franz Stadelmann aus dem Entlebuch ist den Freunden der Schweizer Volksmusik wohl bekannt. Sein Lied «Mini Eltere» bot nicht nur gesangliche Unterhaltung, auch der Text ging in die Tiefe und bot manche Lebensweisheit. Nicht weniger berühmt ist der Nidwaldner Fredy Wallimann, dessen «Kamerade-Juitz» dargeboten wurde.

Reife Leistungen und erfrischender Jodlergesang

Im zweiten Zwischenprogramm sang eine rein männliche Kleinformation das Lied «Alles das isch nume wäge dir». Auch dieses Stück war hervorragend einstudiert von Dirigentin Hedy Fitze. Mit «Ledig» von Hans Schneller und «D’ Wält wär voll Blueme» von Peter Reber zeigte der Jodlerklub nochmals zwei reife Leistungen. Sein Gesang tönte immer heller und feinstimmiger, auch immer jugendlicher.

Präsident Andreas Kobler dankte speziell den Jodlerinnen Luzia Göldi, Anita Breu, Kathrin Kobelt, Ariane Steger und Hedy Fitze, die es nicht immer leicht hätten mit so vielen Männern. Dirigentin Hedy Fitze, die mit grosser Geduld und unendlich viel Arbeit das Programm inklusive Kleinformationen auf die Beine gestellt hatte, bekam einen besonderen Dank und auch Ovationen vom Publikum.

Beendet wurde das Liederprogramm mit dem Jodellied «Kamerade» von Mathias Zogg, das gemeinsam mit allen anwesenden Jodlern und Jodlerinnen zu Ehren des kürzlich verstorbenen Jodlers Willi Pichler gesungen wurde. Er war 56 Jahre Mitglied im Jodlerklub Altstätten gewesen.

Im Theaterstück «En heisse Droht», einem Lustspiel in zwei Akten von Carmelo Pesenti, versuchte Buchhalterin Petra Ingold die Schulden der verwitweten Bäuerin Rösi Binggeli auf ungewöhnliche Art zu tilgen. Sie stiftete die Magd Vreni Mäuchtri und Knecht Sepp Ruchti an, einen fingierten Telefon-Sex zu betreiben, der pro Anruf 30 Franken einbrachte. Vor allem Knecht Ruchti erwies sich mit verstellter weiblich-hoher Stimme als überaus talentiert und konnte sogar den Dorfpolizisten als Kunde gewinnen. Als die Angelegenheit ruchbar wurde, stand zuerst der Pfarrer Hans Tschudi als vermeintlicher Täter in Handschellen da. Während des ganzen, lebendig gespielten Theaterstücks wurde unablässig gelacht, vor allem Magd und Knecht verführten mit ihrer Komik und Unbeholfenheit zu grosser Heiterkeit. Anschliessend war Tanz mit der Ländlerkapelle Huusfraue-Gruess.

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