Altstätten: Jetzt geben die Vereine dem lokalen Gewerbe etwas zurück

Der Gesa-Cup muss abgesagt, die Jagd nach Medaillen um ein Jahr verschoben werden. Stattdessen lanciert das OK eine Sammelaktion.

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Szenen wie diese gibt es auf der Gesa an Auffahrt 2020 nicht – dafür eine Spendensammlung für das Gewerbe.

Szenen wie diese gibt es auf der Gesa an Auffahrt 2020 nicht – dafür eine Spendensammlung für das Gewerbe.

Bild: Archiv/pd

(pd) Seit der Erst­austragung 1974 musste der Gesa-Cup bisher nur einmal abgesagt werden. Die Sanierung der Sportanlagen in Altstät­ten verunmöglichte 1992 eine Durchführung des traditionellen Leichtathletik-Anlasses. 28 Jahre später sind dem Organisationskomitee inmitten der Covid-19-Krise erneut die Hände gebunden.

«Die Sicherheit der Teilnehmenden und des Publikums stehen an erster Stelle», sagt OK-Chef Livio Zellweger. «Unter den gegebenen Umständen können wir diese nicht gewährleisten und müssen den Gesa-Cup 2020 darum absagen. Wir sind enttäuscht.»

An Auffahrt werden Kilometer gesammelt

Gehadert wird aber nicht. Stattdessen ruft der Gesa-Cup zur Spendenaktion auf. «Jahrelang durften wir Vereine von der Grosszügigkeit des lokalen Gewerbes profitieren», erklärt Zellweger.

«Jetzt geben die Vereine etwas zurück.»

Am Auffahrtswochenende vom 21. bis 24. Mai, dem üblichen Datum des Gesa-Cups, schwitzen alle für das Gewerbe in ihrem Dorf. Der Aufruf richtet sich an die ganze Bevölkerung, egal ob Vereinsmitglied oder nicht. Teilnehmende sammeln joggend, bikend, wandernd oder sonst selbstständig fortbewegend Kilometer für den von ihnen gewählten Verein. Im Anschluss spenden sie einen individuell gewählten Betrag pro Kilometer.

Die Registrierung sei einfach, verspricht Zellweger: «Auf www.gesacup.ch können sich Interessierte seit heute anmelden. Aus einer Übersicht können sie einen am Projekt teilnehmenden Verein auswählen, für den sie die Kilometer sammeln möchten. Danach wird ihnen eine Startnummer zugesandt. Unser Hauptsponsor, die Clientis Biene Bank im Rheintal, übernimmt die Kosten für Druck und Versand.» Die Startnummer fördert das Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Die Regeln einhalten

Die zuständigen Behörden haben sich hinter das Projekt des Gesa-Cup-OK gestellt. Teilnehmende verpflichten sich bei der Anmeldung, die Gesundheitsbestimmungen einzuhalten. Dazu gehört auch, dass Zusammenschlüsse mit anderen Teilnehmenden ausdrücklich verboten sind und Start und Ziel des Kilometersammelns das eigene Zuhause sind. (pd)

Vereine unterstützen das Gewerbe im Dorf

Die Spenden werden vom Gesa-Cup vollständig den entsprechenden Vereinen weitergeleitet. Diese verpflichten sich, mit allen Spenden das Gewerbe ihres Dorfes zu unterstützen.

«Es geht in erster Linie da­rum, Wertschätzung zu zeigen und bezahlte Aufträge zu ge­nerieren», sagt Zellweger weiter. «Ein Verein offeriert einem langjährigen Sponsor einen Apéro, der die Dorfmetzgerei organisiert, oder lässt den Eingangsbereich des Coiffeursalons vom lokalen Blumenladen schmücken.»