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ALTSTÄTTEN: Jede Menge alte Hüte

Die neue Sonderausstellung des Museums Prestegg ist kein alter Hut, was gezeigt wird jedoch schon: Jede Menge Exponate aus früheren Zeiten sind zu sehen. Am Samstag feierte die Ausstellung ihre Eröffnung.
Remo Zollinger
Auch im Publikum fand sich der eine oder andere sehenswerte Hut. (Bilder: Remo Zollinger)

Auch im Publikum fand sich der eine oder andere sehenswerte Hut. (Bilder: Remo Zollinger)

Remo Zollinger

Wer im Prestegg die Treppe hochsteigt, sieht zuerst Redewendungen, die mit dem Hut zu tun haben. «Mehrere Hüte tragen» steht da, oder schlicht «Chapeau!». Die Sprüche nahm Kurator Marcel Zünd in seine Rede auf, als er seine eigenen Hüte zeigte und sagte: «Sehen Sie: ich habe mehrere Hüte auf.»

Zünd begann die Ansprache in der Gegenwart. «Wir leben in einer hutverarmten Zeit», sagte er, die verbindliche Hutkultur sei verschwunden. Heute gebe es keine Regel mehr, nach der das Haupt im Freien zu bedecken sei. Davon könnten Modisten und Huthersteller ein Lied singen.

Vielseitige Ausstellung, Anprobieren erwünscht

Ein Teil der neuen Sonderausstellung mit dem Titel «Kopfbedeckungen erzählen . . . Kopfgeschichten» ist der Hutmacherei gewidmet. An zwei Audiostationen gibt es Hörbeiträge aus der Geschichte von Lydia Baldegger-Lüchinger und Irma Untersander («Hutmachers Irma»). Die Ausstellung ist vielfältig. In einem Raum werden Damenhauben mit Spitzen aus dem 18. und 19. Jahrhundert gezeigt, dann geht’s zu den Trachtenhauben und Militärhüten. Ein Raum ist ein Hutkabinett: Besucher sind explizit dazu aufgefordert, Hüte anzuprobieren und dem Museum ein Selfie zu senden. Im Keller befindet sich eine Kunstinstallation von Marlies Pekarek, im Göttersaal eine von Sybille Badertscher, die an den Hut des Herrn Magritte erinnert. Im Rahmen der Sonderausstellung finden zudem vier Donnerstags-Vorträge statt.

«Schön, haben einige eigene Hüte dabei»

Die meisten Exponate stammen aus eigener Sammlung. Einen Teil dazu beigetragen hat auch Ria Schaps, die dem Museum viele Hüte ausgeliehen hat.

Paul-Josef Hangartner, Präsident der Museumsgesellschaft, begrüsste die Besucher an der Eröffnung. Er sagte: «Schön, haben einige eigene Hüte dabei» und sagte, die Geschichte des Hutes erzähle die Geschichte der Kultur, der Völker. Er zitierte ein Gedicht: «Der Mann von Welt trägt einen Hut, auch feinen Damen steht er gut» – und sagte auch, das sei heute nicht mehr so.

Die Eröffnung, die «trotz anderen, gleichzeitigen Angeboten» gut besucht war, wurde durch experimentelle Musik von Eva-Maria Karbacher am Saxofon und Dimos Vryzas an der Violine begleitet. Möglich ist die Ausstellung auch dank der Unterstützung der Stadt Altstätten und der Rheintaler Kulturstiftung.

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