ALTSTÄTTEN: Herrliche Marktstimmung

Das perfekte Marktwetter, trocken und nicht zu heiss, lockte die Kauflustigen in Scharen ins Städtli. Die Händler sind mit den Umsätzen recht zufrieden.

Max Pflüger
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Nach wie vor ein Publikumsmagnet: Der «Billige Jakob». (Bild: Max Pflüger)

Nach wie vor ein Publikumsmagnet: Der «Billige Jakob». (Bild: Max Pflüger)

Max Pflüger

 

Der traditionelle August-Markt war ein voller Erfolg. Die Sonne brannte nicht aufs Marktgeschehen, und den Regenschirm konnte man getrost zu Hause lassen. Hunderte, ja Tausende zog das liebenswerte Rheintaler Marktstädtchen an. Vom wenige Wochen alten Kinderwagenpiloten bis zum ältesten Semester am Gehstock liessen sich alle von der fröhlichen Markt- und Kilbistimmung anstecken.

Fast noch wie früher

An die historischen Viehmärkte erinnerten auf der Breite rund zwei Dutzend fein herausgeputzte und gestriegelte Kühe. Sie wurden mit fachmännischen Blicken gewürdigt. Aber auch viele kleinere und kleinste Kinder begeisterten sich für die in ihren Augen grossen Tiere.

Die grösseren Kinder und Jugendlichen interessierten sich dagegen mehr für die kleine Kilbi auf der anderen Seite der Breite. Da lockten drei, vier Bahnen und luden zu rasenden Fahrten oder beschaulichem Vergnügen ein.

Im Zentrum aber stand das vielseitige Angebot der Marktfahrer: Kleider, Hüte und Ledergurte. Gebasteltes, Genähtes und Gestricktes. Kunst und Kunsthandwerk, Bienenhotels und Futterhäuschen. Einheimisches und Fremdländisches – zum Beispiel indianische Traumfänger. Vielleicht nicht zu Unrecht: Der ganze Markt war für Besucher mittleren oder höheren Alters so etwas wie ein Fänger von Kind­- heitsträumen. Erinnerungen an den Geruch gebrannter Mandeln, an rasante Karussellfahrten, vielleicht sogar an ein erstes schüchternes Erlebnis mit dem Schulschatz.

Viel liebevoll Selbstgemachtes

Neben den vielen kommerziel­-len Marktständen fanden sich auch so einige Hobby-Marktfahrer ein. Selbstgebasteltes oder selbst gebackene Kuchen und selbst gekochte Konfitüre waren da Trumpf. Zum Beispiel vom Frauenchor Altstätten oder von kirchlichen Institutionen.

Ein Fest bei der Stadtmusik

Wer genug flaniert und sich am bunten Bild satt gesehen hatte, der setzte sich irgendwo an einen Tisch und bestellte sich Tranksame und Speise. Im Festzelt der Stadtmusik etwa, wo die Nachtfalter, die Jungen Stadtmusikanten, die Hendermoos-Buaba und die Rheintal Musikanten aufspielten. Oder in den Gaststätten des Städtchen, die an die Strasse getischt hatten. Und so kamen auch die Wirte am Rande des Markgeschehens auf ihre Rechnung. Kurz: Ein rundum gelungener Markttag.