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ALTSTÄTTEN: Hallenbadbau abstimmungsreif

Die Abstimmungsvorlage fürs neue Hallenbad steht. Für die Trägerschaft soll ein Zweckverband der Oberrheintaler Gemeinden gegründet werden. Von der Variante mit Wellnessangebot nimmt der Stadtrat Abstand.
Über den Hallenbad-Ersatzbau wird in Altstätten am 26. November an der Urne abgestimmt. Die andern Gemeinden im Oberrheintal befinden dann im Frühling an den Bürgerversammlungen über die Beteiligung. Die Visualisierung zeigt das geplante Hallenbad von aussen, vom Freibad her gesehen. (Bild: pd)

Über den Hallenbad-Ersatzbau wird in Altstätten am 26. November an der Urne abgestimmt. Die andern Gemeinden im Oberrheintal befinden dann im Frühling an den Bürgerversammlungen über die Beteiligung. Die Visualisierung zeigt das geplante Hallenbad von aussen, vom Freibad her gesehen. (Bild: pd)

Die Gemeinden des oberen Rheintals – Rüthi, Oberriet, Eichberg, Altstätten, Marbach und Rebstein – haben sich geeinigt, das künftige Hallenbad in Altstätten unter regionaler Trägerschaft zu bauen und zu betreiben. Dies teilen die Stadt und die fünf Gemeinden in einer gemeinsamen Medienmitteilung mit. Als Erstes stimmen die Altstätterinnen und Altstätter am 26. November darüber ab. Die weiteren Verbandsgemeinden Rüthi, Oberriet, Eichberg, Marbach und Rebstein werden die Vorlage dann an ihren Bürgerversammlungen im Frühjahr 2018 traktandieren – vorausgesetzt, die Altstätter Bevölkerung sagt im November Ja.

Das heutige Hallenbad Gesa ist über 40 Jahre alt und steht am Ende seiner Lebensdauer. In einem Totalunternehmer-Wettbewerb wurde das von der Implenia Schweiz AG, St. Gallen, und K&L Architekten AG, St. Gallen, eingereichte Projekt für einen Ersatzbau auf dem bisherigen Areal als Sieger ausgewählt. Der Werkpreis wurde mit 19,584 Millionen Franken veranschlagt. Ausserdem sind 1,25 Millionen Franken für Fachbegleitung und Anschlussgebühren vorgesehen, womit die Investitionen für das Hallenbad (ohne einen früher diskutierten Wellnessbereich) insgesamt 20,834 Millionen Franken betragen.

Eine Begleitgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Gemeinden und weiterer ­Anspruchsgruppen hat die Grundlagen für die Verhandlungen erarbeitet. Die Räte der politischen Gemeinden beantragen der Stimmbevölkerung, für die Erstellung und den Betrieb des künftigen Hallenbads einen Zweckverband Hallenbad oberes Rheintal zu gründen und das zugrunde gelegte Finanzierungsmodell zu genehmigen.

Kostenteiler von 60 zu 40 Prozent

Das Finanzierungsmodell sieht vor, dass die Investitionen für den Bau des Hallenbads von den Verbandsgemeinden direkt eingebracht werden. Von den 20,834 Mio. Franken trägt die Stadt Altstätten als Standortgemeinde 60 Prozent, also 12,5 Mio. Franken. Die anderen fünf Gemeinden teilen sich die verbleibenden 40 Prozent bzw. 8,334 Mio. Franken entsprechend ihren Einwohnerzahlen auf. Der im Kostenteiler enthaltene Standortbeitrag der Stadt ist gerechtfertigt: Erhe­bungen zeigen, dass rund 50 ­Prozent der Besucherinnen und Besucher des Hallenbads aus ­Altstätten stammen. Zusätzlich bringt die Stadt das Grundstück mit einem geschätzten Marktwert von 892000 Franken als ­zusätzlichen Standortbeitrag unentgeltlich in den Zweckverband ein.

Die Planerfolgsrechnung zeigt einen jährlichen Aufwandüberschuss von durchschnittlich rund 511000 Franken (für die Variante ohne Wellnessbereich). Diese Kosten beinhalten das Betriebsdefizit (durchschnittlich 220000 Franken) sowie die Einlagen in die Erneuerungsreserven (durchschnittlich 291000 Franken; gerechnet über eine Laufzeit von 25 Jahren). Auch von diesen Kosten tragen die Stadt 60 Prozent und die weiteren fünf Verbandsgemeinden 40 Prozent, aufgeteilt nach Einwohnern.

Hallenbad macht den Standort attraktiver

Heute nutzen jährlich rund 50000 Besucherinnen und Besucher das Hallenbad Gesa. Das neue Hallenbad steigert die Standortattraktivität der Region noch. Es gewährleistet weiterhin den Schwimmunterricht für die Schülerinnen und Schüler des oberen Rheintals und bietet als Familien- und Freizeitbad ein umfassendes Angebot für die Region. Das Hallenbad verfügt über eine gute Infrastruktur für Kurse und kann von Vereinen genutzt werden. Für Einwohner, Schulen und Vereine der Verbandsgemeinden sind Rabatte auf den Abonnementspreisen und Nutzungsgebühren vorgesehen.

Als Erste stimmen die Alt­stätter Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Urne über den Beitritt zum Zweckverband Hallenbad oberes Rheintal sowie den Investitionsbeitrag und die Zusatzabschreibungen ab. Sofern die Altstätter Stimmbevölkerung die Vorlage annimmt, werden die weiteren Verbandsgemeinden Rüthi, Oberriet, Eichberg, Marbach und Rebstein an ihren Bürgerversammlungen im Frühjahr 2018 die Vorlage traktandieren.

Eröffnung, wenn’s gut läuft, im Dezember 2020

Wenn alle Bürgerschaften der Vorlage zustimmen, wird nach Ablauf der Beschwerdefristen der Zweckverband gegründet, das Projekt freigegeben und das Baugesuch erarbeitet und eingereicht. Im Idealfall könnte das neue Hallenbad – nach knapp zweijähriger Bauphase – im Dezember 2020 eröffnet werden. (sk/gk)

Hinweis

Die Unterlagen für die Abstimmung in Altstätten werden Ende Oktober bei den Stimmberechtigten eintreffen. Am Mittwoch, 8. November, um 19.30 Uhr findet eine öffentliche Orientierungsversammlung im «Sonnen»-Saal statt, an welcher der Stadtrat die Altstätter Stimmbevölkerung über die Vorlage informiert. Die Urnenabstimmung ist auf 26. November angesetzt.

Stadtrat verzichtet auf Wellnessbereich

Der Stadtrat empfiehlt den Alt­stätter Stimmberechtigten, in der Urnenabstimmung im November den Zusatzantrag zur Erstellung eines Wellnessbereichs abzulehnen. Dies ist speziell, hatte sich der Stadtrat selbst doch in der Vergangenheit stets für ein Hallenbad mit Wellnessbereich ausgesprochen. Ein solcher könne das Betriebsdefizit mindern, wurde bislang argumentiert.

An einem Wellnessbereich wollen sich die übrigen Verbandsgemeinden aber nicht beteiligen, wird in der Medienmitteilung festgehalten. Die Stadt Altstätten müsste die Zusatzinvestitionen von 2,492 Millionen Franken für den Wellnessbereich also alleine finanzieren. Das Wellnessangebot würde damit für Altstätten zu insgesamt höheren jährlichen Belastungen führen: «Am teuersten ist die Investition; für Altstätten lohnt sich der Wellnessbereich deshalb nicht mehr», erklärt Stadtpräsident Ruedi Mattle.

Ausserdem könne das Wellnessangebot grundsätzlich auch von privaten Unternehmen bereitgestellt werden, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Damit akzeptiert der Stadtrat auch die Kritik von Gegnern eines von der Stadt betriebenen Wellnessangebots im neuen Hallenbad.

Altstätten stimmt zwingend über beide Varianten ab

Zur Abstimmung vorgelegt wird den Altstätterinnen und Altstättern die Variante mit Wellnessbereich gleichwohl. Der Stadtrat kann sie nicht einfach fallen lassen, weil an der Bürgerversammlung im Mai 2014 von Bürgerseite beantragt worden war, dass eine Variante mit und eine Variante ohne Wellnessbereich zu erarbeiten und der Bürgerschaft vorzulegen sei. Die Versammlung habe das damals so gutgeheissen, sagt Ruedi Mattle. Der Stadtrat sei deshalb nun daran gebunden. (sk/mt)

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