ALTSTÄTTEN: Gregorianik begeistert

Kürzlich waren Kirchenmusikstudenten aus München mit zwei Dozenten zu Gast in der Pfarrei St. Nikolaus.

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Die Musikstudenten trugen nicht nur vor, sondern sangen auch mit der Gemeinde. (Bild: pd)

Die Musikstudenten trugen nicht nur vor, sondern sangen auch mit der Gemeinde. (Bild: pd)

Studenten und Dozenten gestalteten den Festgottesdienst um 9.30 Uhr in der katholischen Pfarrkirche mit den gregorianischen Gesängen zum Fest «Darstellung des Herrn». In der überdurchschnittlich gut besuchten Pfarrkirche St. Nikolaus erklang zur feierlichen Einzugsprozession der Introitus «Suscepimus Deus».

Zehn Stimmen verschmolzen zu einer

Unter der eindrücklichen Leitung des Münchner Gregorianik-Professors Stephan Zippe verschmolzen die zehn Stimmen zu einer einzigen. Deutlich war die feine Differenzierung zwischen den überwiegend flüssigen «kurrenten» Melodieverläufen und den gedehnten «nicht kurrenten» Neumen zu spüren. Nicht zuletzt das schöne Legato und die saubere Intonation liessen die über 1000 Jahre alten Gesänge zu einem musikalisch-spirituellen Erlebnis werden.

Gemeinde und Schola im Wechsel

Neben dem Proprium des Tages und dem «Kyrie» der XI. Choralmesse sangen Schola und Gemeinde traditionell im Wechsel «Agnus» und «Sanctus» der XVIII. Choralmesse, «Credo III» und das «Gloria» der VIII. Choralmesse, das Zelebrant Roman Karrer versiert intonierte und Kirchenmusiker Bartholomäus Prankl an der grossen Orgel stilsicher begleitete. Prof. Stephan Zippe und Fr. Gregor Baumhoff OSB zeigten sich ebenso wie die Studenten sehr beeindruckt von den Dimensionen der Pfarrkirche, der hohen Zahl an Gottesdienstbesuchern und dem vorbildlichen Gemeindegesang.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurden die Gäste aus München von Kirchenmusiker Bartholomäus Prankl zum Apéro ins Restaurant Rathaus eingeladen. Hernach setzten die Münchner ihre Studienexkursion Richtung St. Gallen fort, um die Stiftsbibliothek zu besuchen. (pd)