ALTSTÄTTEN: Geschichten über den Anfang

Die Eigenproduktion des «Diogenes» bringt Geschichten von Franz Hohler und Jürg Schubiger auf die Bühne. Am Donnerstagabend fand die Premiere dazu statt. Zwei weitere Aufführungen folgen am Wochenende.

Max Pflüger
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Geschichten beantworten den Kindern ihre Fragen. (Bild: Max Pflüger)

Geschichten beantworten den Kindern ihre Fragen. (Bild: Max Pflüger)

Max Pflüger

«Am Anfang war alles dunkel. Wie lange das dauerte, war schwer zu sagen, da es noch keine Zeit gab. Irgendwann aber trat eine Dämmerung ein und eine mächtige Tür war zu sehen. Wie lange stand diese Tür da? Tausende, Hunderttausende, Millionen von Jahren? Es war niemand da, um auf den Kalender zu schauen. Dann aber ging ein Knarren durch die Leere . . .» Sieben Geschichten aus dem Buch «Aller Anfang» von Franz Hohler und Jürg Schubiger sowie die Weihnachtgeschichte aus dem Lukasevangelium sind der Inhalt der szenischen Eigenproduktion «Am Anfang war alles dunkel» des Diogenes-Theaters.

Einfache und doch tiefsinnige Fragen

Auf der Bühne stellen die drei Kinder Daria Maurer, Nina Hagmann und Sofia Rüder kindlich einfache und doch tiefsinnig philosophische Fragen nach dem Beginn der Welt. Die Erzähler Bertold Specker, Petra Hoppe und Dee Sieber beantworten diese, indem sie die Geschichten aus dem Buch von Hohler und Schubiger vorlesen.

Witzige und neue Antworten

Die Kinder und mit ihnen das Publikum erhalten so unerwartete und witzige neue Antworten, wie man sie so noch nie gehört hat, gewürzt mit Aktualität und ungewöhnlichen Denkansätzen, bisweilen mit einem tüchtigen Schuss Feminismus gepfeffert. Man wird angeregt zum Lächeln, Schmunzeln und Nachdenken. Man wird unterhalten und erhält Denkanstösse zur Adventszeit.

Man wird unterhalten und erhält Denkanstösse

Die zwischen die einzelnen Geschichten eingestreuten Passagen aus dem Lukasevangelium passen und stimmen zusammen mit den feinfühlig intonierten, meist zarten Melodien von Goran Kovacevic, Akkordeon, und Isabella Pincsek-Huber, Klavier und Gesang, die Besucher stimmig auf die kommende Weihnachtszeit ein. Texte, Szenen und Musik bilden ein einheitliches Bild und machen diese «Diogenes»-Produktion unter der Regie von Kristin Ludin zu einem sehenswerten, ganz eigenartigen Adventsanlass. Heute Samstag, 16. Dezember, 20 Uhr, und morgen Sonntag, 17 Uhr, geht «Am Anfang war alles dunkel» noch einmal über die Bühne und zeigt noch einmal die möglichen Anfänge unseres Universums, den Anfang von Adam und Eva und den Anfang unserer abendländischen Kultur auf.

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