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ALTSTÄTTEN: Gefährdete Arten entwickeln sich

Der Verein Pro Riet Rheintal überwacht die Bestände seltener Tierarten im Raum Bannriet-Spitzmäder im Rahmen eines Monitoringprogramms. Einige vom Aussterben bedrohte Tierarten entwickeln sich prächtig.
Der dunkle Moorbläuling fühlt sich wohl in den renaturierten Gebieten. (Bild: pd)

Der dunkle Moorbläuling fühlt sich wohl in den renaturierten Gebieten. (Bild: pd)

Die Bilanz über die vergangen vier Monitoringjahre fällt gesamthaft positiv aus. Untersucht wurden die beiden Naturschutzgebiete Bannriet und Spitzmäder, sowie 14 ausgewählte Aufwertungsflächen mit Weihern im umgebenden Kulturland, die mit Beteiligung von Pro Riet erstellt worden waren. Im Fokus standen die beiden Libellenarten Kleine Binsenjungfer und Sumpf-Heidelibelle, die drei Heuschrecken­arten Warzenbeisser, Sumpfgrille und Sumpfschrecke, sowie der Dunkle Moorbläuling und der Kammmolch. Alle Monitoring­arten stehen auf der Roten Liste und gelten als besonders schützenswert. Die Kenntnis der Bestandesentwicklungen ermöglicht es, die Gebietspflege besser auf die Ansprüche der Zielarten abzustimmen. Das Monitoring leistet somit einen wichtigen Beitrag zur gezielten Förderung der genannten Arten. Ein ausführlicher Bericht kann von der Vereinshomepage heruntergeladen werden ( www.pro-riet.ch ).

Kleine Binsenjungfer im Hoch

Die Kleine Binsenjungfer konnte auf den Naturschutzflächen des Untersuchungsgebiets markant zulegen und auf den ökologischen Aufwertungsflächen ihre Bestände halten. Sie profitierte vor allem von der Erstellung von Weihern mit seichten Uferpartien, der Regeneration von Torfstichgräben und der Einrichtung von Stauwiesen. Das sind sommerlich überstaute und im Winter trockenfallende Feuchtflächen im Naturschutzgebiet Bannriet. Der erfreulichen Bestandesentwicklung der Kleinen Binsenjungfer im Untersuchungsgebiet steht ein gegenläufiger schweizweiter Trend gegenüber. Die Libellenart ist vom Aussterben bedroht.

Kammmolch im grünen Bereich

Der stark gefährdete Kammmolch ist ein typischer Bewohner der Rheintaler Flachmoore. In den natürlicherweise trüben Gewässern des Untersuchungsgebiets ist er aber nur schwer nachweisbar.

Im Monitoring kommen deshalb Reusenfallen zum Einsatz, die in milden April- und Mainächten in potenziellen Fortpflanzungsgewässern ausgebracht werden. Die Fangzahlen lassen auf einen ausreichend grossen und stabilen Kammmolchbestand schliessen. Die Sumpfgrille und -schrecke kamen im Untersuchungsgebiet ursprünglich nicht vor. Beide tauchten dort in den späten 90er-Jahren wie aus dem Nichts auf. Zuerst besiedelten sie die ökologischen Aufwertungsflächen und einige Randbereiche der Naturschutzgebiete. Mittlerweile haben sich beide Arten bis in die Schutzgebietszentren ausgebreitet. Die Sumpfgrille besiedelt vor allem die stark vernässten Uferstreifen flach auslaufender Gewässer. Der bevorzugte Lebensraum der Sumpfschrecke sind die Stauwiesen des Bannriets. (IM)

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