ALTSTÄTTEN: Fünfte Rezertifizierung des Energiestadt-Labels

Seit 2001 ist Altstätten zertifizierte Energiestadt. Im September fand das Audit statt.

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Anlässlich einer kleinen Feier wurde der Stadt Altstätten kürzlich das Zertifikat für die nächsten vier Jahre übergeben.

Seit 16 Jahren setzt sich die Stadt Altstätten für die Belange der Energiestadt ein und engagiert sich in der Rheintaler Energieinitiative, einer Kooperation der zwölf Gemeinden des Rheintals zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien.

Stadt verbesserte sich neun Prozentpunkte

Die im Rahmen des Rezertifizierungsprozesses durchgeführte Bewertung zeigt auf, dass Altstätten in den letzten vier Jahren zahlreiche Massnahmen erfolgreich umgesetzt hat. Zu den gesetzten Zielen gehörten beispielsweise die Realisierung des Rathausneubaus im Minergiestan­- dard oder die Deckung von 60 Prozent des Wärmebedarfs der öffentlichen Gebäude durch Fernwärme. Aber auch die Energieplanung und die energetischen Vorgaben für grössere Überbauungen bewirken massgebliche Fortschritte in die richtige Richtung.

Gemäss Zertifizierungsbericht erreicht Altstätten 65,7 Prozent der maximalen Punktzahl und verbessert sich damit gegenüber dem Jahr 2012 um fast neun Prozentpunkte.

Beleuchtung auf LED umstellen, mehr Ladestationen

Für die Legislatur 2017 bis 2020 hat sich die Umwelt- und Energiekommission wiederum Ziele gesetzt. Sie strebt einerseits die sukzessive Senkung des Energieverbrauchs als auch eine Erhöhung des Stromanteils aus erneuerbaren Energien an.

Mit einer kontinuierlichen Umrüstung der öffentlichen Beleuchtung auf LED, einer Sensibilisierung der Bevölkerung zum sparsamen Umgang mit den Energien und der Bewerbung von erneuerbaren Energien, sollen die gesetzten Ziele erreicht werden. Im Bereich der Mobilität soll in Altstätten das Angebot an Ladestationen für Elektrofahrzeuge deutlich ausgebaut werden.

Die Stadt Altstätten möchte ausserdem verstärkt Elektrofahrzeuge nutzen und hierbei für die Verwaltung auf ein noch zu bestimmendes Car-Sharing-System setzen, das auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen soll.

Neues Rathaus braucht 77 % weniger Energie als das alte

Neben diesen Zielen sollen aber auch der Wärme-, Wasser- und Energiebedarf der gemeinde- und schuleigenen Gebäude weiterhin überwacht und weiter gesenkt werden. Dazu ist die Stadt auch auf die aktive Mitarbeit der Schulgemeinden angewiesen. Dass sich energetische Vorgaben oder Anforderungen auch lohnen und bezahlt machen, zeigt das Beispiel des neuen Rathauses. Der flächenbereinigte Wärmebedarf im neuen Rathaus liegt bei 23 Prozent des Bedarfs im alten Rathaus.

Sensibilisierung der Bevölkerung

Am Montagabend fand im Rathaus anlässlich einer kleinen Feier die Übergabe des Energiestadt-Labels statt. Der Präsident der Umwelt- und Energiekommission begrüsste die eingeladenen Vertreterinnen und Vertreter der Schul- und Nachbargemeinden zum Anlass und wies auf die Wichtigkeit der Aufgabe der Energiestädte sowie der Sensibilisierung der Bevölkerung und speziell der Jugend hin. Ein besonderer Anlass fand diesbezüglich im Rahmen eines Schulprojektes im Schulhaus Schöntal statt. Unter dem Titel «Klimakonferenz Schöntal» befassten sich die Schüler unter anderen mit den Themen Energieverbrauch, CO2-Ausstoss oder Energiegewinnung.

Naturstrom hat zunehmend mehr Bedeutung

Ursula Stocker, Energiestadt-Beraterin, erläuterte in ihrem Vortrag «Naturstorm – der Strom der Zukunft» die grosse Bedeutung und den Mehrwert von Naturstrom. Marcel Sturzenegger, Leiter Abteilung Energie des kantonalen Amtes für Wasser und Energie, würdigte die Anstrengungen der Stadt Altstätten und munterte die Verantwortlichen auf, weiterhin aktiv zu bleiben und auch Aktivitäten im Bereich Kommunikation und Kooperation zu unternehmen.

Für die musikalische Umrahmung des Anlasses sorgte das Riverside-Saxofon-Quartett der Musikschule Oberrheintal. Zeit für den Gedankenaustausch und Diskussion bot der anschliessende Apéro, zu dem die Stadt Altstätten eingeladen hatte. (sk)

Naturstrom wird günstiger

Altstätten Rii-seezpower senkt die Preise auf den 1. Januar 2018 für die Naturstromprodukte Wasser/Solar von 8 auf 7 Rp./kWh und für Solar von 15 auf 12 Rp./kWh. Mit dem Naturstromrechner von Rii-seezpower können Interessierte die Mehrkosten von Naturstrom für ihr Haus oder ihre Wohnung berechnen ( www. riiseezpower.ch/stromrechner ). (sk)

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